Asyldebatte: Samariterbund begrüßt Verhandlungen des BM.I mit den Ländern über Container-Lösungen

ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Hundsmüller: "Diese menschenwürdige Lösung hätte man politisch billiger haben können"

Wien (OTS) - Seit Beginn der wöchentlichen Krisensitzungen im BM.I fordert der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs unter anderem auch die Unterbringung von AsylwerberInnen in Wohncontainern.

"Wir freuen uns, dass unser Vorschlag nun endlich ernsthaft diskutiert wird. Bisher wurden wir immer mit dem Argument abgeschmettert, dass die Bauordnungen und Flächenwidmungspläne Containerlösungen nicht zuließen oder nur sehr schwer möglich wären. Nun sieht man, dass es mit politischem Willen sehr wohl möglich ist, das Desaster mit den Zelten zu beenden und menschenwürdige Lösungen umzusetzen", erklärt ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. "Schulen und Kindergärten wurden bereits erfolgreich in Containern untergebracht, wir haben uns immer gefragt, warum dies ausgerechnet bei der Betreuung von Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten mussten, nicht möglich ist. Wenn die Forderung des Samariterbundes schon früher umgesetzt worden wäre, hätten wir das politisch billiger haben können", so Hundsmüller.

Für Reinhard Hundsmüller geht in der ganzen Debatte das Thema der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge unter. "Wir fordern hier weiterhin massiv eine Erhöhung der Tagsätze. Kinder und Jugendliche müssen adäquat und altersgerecht betreut werden. Wir alle haben hier Verantwortung zu tragen", betont Hundsmüller. "Letztendlich ist anzumerken, dass wir hier mit Spenden die Aufgaben der öffentlichen Hand finanzieren müssen. Spenden sind gut, aber trotzdem indirekte Steuern", erinnert Hundsmüller.

Der Samariterbund übernimmt in seinen bisher acht Flüchtlingseinrichtungen Verantwortung für Menschen in Not. Zwei dieser Einrichtungen sind auf die altersadäquate Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen spezialisiert. "Bis zur Aufnahme der Flüchtlinge in unseren Einrichtungen haben die Menschen auf der Flucht bereits Unvorstellbares erlebt. Sie brauchen unsere Hilfe", so Reinhard Hundsmüller. Der Samariterbund bereitet aktuell die Betreuung von drei weiteren Flüchtlingseinrichtungen in Niederösterreich, Kärnten und im Burgenland vor.

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