„Orientierung“ am 28. Juni: Trauer und Trost – Gebet und Gedenken nach Amokfahrt in Graz

„Graz trauert“ um 17.55 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Günter Kaindlstorfer präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 28. Juni 2015, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Trauer und Trost: Gebet und Gedenken nach Amokfahrt in Graz

Die steirische Landeshauptstadt Graz trägt Trauer: Die Amokfahrt eines Mannes durch die Innenstadt von Graz am vergangenen Samstag kostete drei Menschen das Leben und verletzte viele schwer. "Die Stadt ist seither anders geworden", sagt Christian Leibnitz, Stadtpfarrpropst in der Herrengasse. Kurz nach der Bluttat stand er dem Vater eines getöteten vierjährigen Buben bei. Im Gespräch mit der "Orientierung" erzählt er, was die Ereignisse mit ihm gemacht haben und wie man als Seelsorger Worte und Antworten in dieser schwierigen Situation sucht, der viele - zumindest vorerst - nur mit fassungslosem Schweigen begegnen können. Ein Bericht von Katja Winkler und Marcus Marschalek.

Am Sonntag, dem 28. Juni, finden in Graz ein Gedenkmarsch und eine Trauerkundgebung statt. Vertreter der Religionsgemeinschaften, Bürgermeister Siegfried Nagl, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Bundeskanzler Werner Faymann und Bundespräsident Heinz Fischer werden an der Gedenkveranstaltung teilnehmen und zu den Tausenden Trauernden sprechen. ORF Steiermark überträgt ab 17.55 Uhr live und österreichweit in ORF 2. Moderator ist Franz Neger.

Via ORF-TVthek ist die Übertragung auch als Live-Stream bzw. Video-on-Demand zu sehen.

Radio Steiermark gestaltet am 28. Juni von 12.00 bis 13.00 Uhr einen "Gesprächsstoff-Spezial" mit Vertreterinnen und Vertretern des Kriseninterventionsteams. Von 17.00 bis 20.00 Uhr bringt Radio Steiermark eine Live-Sondersendung zum Gedenkmarsch und zur Trauerkundgebung. (Moderation: Werner Ranacher; Reporter Wolfgang Schaller meldet sich live aus der Grazer Innenstadt.)

"Suppe, Seife, Seelenheil" - 150 Jahre Heilsarmee

Weltweit hat die Heilsarmee mehr als 1,5 Millionen Mitglieder. Sie ist eine christliche Glaubensbewegung, die vor allem als international tätige Hilfsorganisation bekannt ist. Ihre Geschichte geht auf William Booth zurück, der einst Methodistenpfarrer war und angesichts des Elends und der Not in den Armenvierteln Londons im Jahr 1865 die "Christliche Mission" ins Leben rief. Erst später - im Jahr 1878 - wurde die "Christliche Mission" zur "Heilsarmee" ("The Salvation Army"). Unter dem Motto "Suppe, Seife, Seelenheil" engagieren sich die Mitglieder der Heilsarmee für Menschen in Not, die Gemeinden feiern auch Gottesdienste und predigen eine strenge Abstinenz von Drogen, Alkohol und Nikotin. In Österreich zählt die Heilsarmee 25 Mitglieder und ist "in der Hilfe für Menschen, die das Leben auf der Straße kennen" engagiert. Im "Haus Erna" in Wien-Floridsdorf etwa leben 60 Männer, die früher obdachlos waren. Ein Bericht von Sandra Szabo.

Kirchenaustritt - und was dann? Sanfter "Kampf" um verlorene Schäfchen

Rund 55.000 Menschen haben im vergangenen Jahr der römisch-katholischen Kirche den Rücken gekehrt. Für die meisten von ihnen war der Austritt wohl endgültig. Doch immer wieder finden Gläubige auch den Weg zurück: Etwa 4.500 Österreicherinnen und Österreicher sind es pro Jahr, die diesen Weg zurück suchen und wieder in "ihre" katholische Kirche eintreten. In "Orientierung"-Interviews geben eine pensionierte Ärztin und ein ehemaliger Soldat darüber Auskunft, was sie zur Rückkehr in den "Schoß der römisch-katholischen Kirche" veranlasst hat. Der Wiener Dompfarrer Toni Faber und ein Salzburger Benediktinerpater gewähren Einblick in ihr pastorales Bemühen im sanften Kampf um "verlorene Schäfchen". Ein Bericht von Helmut Manninger.

Spanien: "Rebellischer" Pfarrer findet Zuspruch

Während der Wirtschaftskrise entwickelte sich in Spanien eine Protestkultur, die auch bei den jüngsten Gemeindewahlen im Mai ihren Niederschlag fand: In zahlreichen Gemeinden wurden die bisher regierenden Konservativen abgewählt - so auch in Madrid, wo sie 22 Jahre lang die Mehrheit stellten und nun seit wenigen Tagen eine linke Bürgerliste regiert. Der radikale Wandel spiegelt sich aber auch im Leben einer römisch-katholischen Pfarre im Madrider Arbeiterbezirk Vallecas, wo immer wieder Aktionen für Immigranten oder Arbeitslose stattfinden: Der Pfarrer der Pfarrgemeinde San Carlos Borromeo (Karl Borromäus) bekennt sich zu seinem Engagement für Arme und Ausgestoßene und macht seine Kirche zum Zufluchtsort -auch für verurteilte Systemgegner. Beifall erntet er dafür, aber -wie er im "Orientierung"-Interview erzählt - auch viel Kritik. Ein Bericht von Josef Manola.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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