Korun zum Tag der Folteropfer: Gegen Folter kann jeder Einzelne etwas tun

Grüne: Folter und Gewalt setzen Fluchtbewegungen erst in Gang

Wien (OTS) - "Folter ist in den meisten Ländern der Welt nach wie vor blutige Realität. Die Folterung mit Elektroschocks, Schlägen, sexuellem Missbrauch, Strangulierung wird von Regierungen und Milizen gezielt und systematisch gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt. Der saudische Blogger Raif Badawi wurde zur Bestrafung ausgepeitscht und erwartet 950 weitere Peitschenhiebe. Der iranische Oppositionelle Sattar Beheshti ist durch Folter umgebracht worden. Die hemmungslose Gewalt, die in Kriegsgebieten wie Syrien oder Irak vorherrscht, hat überhaupt erst zu den heutigen Fluchtbewegungen geführt. Wer Fluchtgründe an der Wurzel bekämpfen will, muss also gegen Folter und Unterdrückung ankämpfen, auch durch eine strenge Kontrolle des Waffenhandels und eine Friedens- und Außenpolitik, die Demokratisierung in allen Regionen der Welt vorantreibt statt korrupte Regime zu hofieren oder mit ihnen Handel zu betreiben", meint die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

"Es geht darum, gerade jene, die vor Folter und Gewalt geflohen sind, entsprechend zu empfangen und unterzubringen. Hier können auch Bürger und Bürgerinnen etwas tun und der oft ohnmächtigen Haltung der internationalen Politik konkret etwas entgegensetzen. Jeder Einzelne kann Organisationen, die Folteropfer betreuen, wie zum Beispiel Hemayat, unterstützen, oder bei der Bereitstellung von Unterkünften für Schutzsuchende bzw. auch mit freier Zeit aktiv mithelfen", sagt Korun.

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