Wirtschaftsparlament: WB-Fraktionserklärung - Statement der Liste gewerbliche Wirtschaft

Klacska: „Wirtschaftsstandort Österreich zukunftsfit machen“ – Klares Bekenntnis zu Tourismus- und Industriestandort Österreich gefordert

Wien (OTS) - Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich stellte Alexander Klacska vom Österreichischen Wirtschaftsbund in den Mittelpunkt seines Statements vor dem WKÖ-Wirtschaftsparlament. "Mit 0,1 Prozent Wachstum im 1. Quartal 2015, ungebremster öffentlicher Verschuldung, einer Abgabenquote im europäischen Spitzenfeld und einer ständig steigenden Arbeitslosigkeit - das ist nicht das Österreich, das ich mir wünsche", mahnte Klascka und forderte, den Wirtschaftsstandort Österreich fit zu machen, die Bürokratie zu entrümpeln und dringend notwendige Prozesse - vor allem Reformen im Bereich Gesundheit, Pensionen und Bildung - zu beschleunigen. "Momentan haben wir eine starke Wirtschaft im Körper eines Sumoringers, wir brauchen aber den Körper eines Marathonläufers, müssen also dringend unnötigen Ballast abwerfen. Nur dann sind wir fit und flexibel für die Zukunft", veranschaulichte Klacska.

Er sprach sich massiv gegen neue Belastungen - vor allem im Bereich Industrie und Tourismus - aus und forderte ein klares Bekenntnis zum Tourismus- und Industrie-Standort Österreich: " Uns muss allen klar sein, dass Belastungen der Wirtschaft letztendlich mit Belastungen des Konsumenten enden. Schluss mit der Belastungspolitik!" Es sei auch Zeit, Anreize zu schaffen und dementsprechend wenig sinnvoll über Arbeitszeitverkürzung oder eine 6. Urlaubswoche zu diskutieren. "Wir müssen raus aus der Durchschnittsfalle, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten", zeigte sich Klacska überzeugt. Als eines der wichtigsten Ziele nannte Klacska, der für mehr Sachlichkeit und Objektivität in wirtschaftspolitischen Diskussionen appellierte, abschließend eine deutliche Entlastung des Mittelstandes.

Ebenfalls zu Wort meldete sich Detlev Neudeck als Vertreter der Fachliste der gewerblichen Wirtschaft, die erstmals, im Zusammenwirken mit der Wirtschaftsliste Salzburg, im Wirtschaftsparlament der WKÖ vertreten ist.

Neudeck bezeichnete sich selbst als "Ein-Personen-Wählergruppe" und gab sich zuversichtlich, bei den nächsten Wirtschaftskammerwahlen mehr Sitze zu gewinnen.

Inhaltlich sprach er sich für ein einfacheres Steuersystem und eine steuerliche Entlastung der Unternehmer aus, die "wütend" seien, wenn manche multinationale Unternehmen weniger Steuern zahlten als manche Mitgliedsbetriebe Umlagen abführten.

Im Bereich Bildungspolitik schlug Neudeck vor, das WIFI als erfolgreiche Institution mittelfristig auf den Pflichtschulbereich auszudehnen: "Stellen wir die Schüler und Auszubildenden in den Vordergrund". (PWK500/ES/PM)

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