SPÖ Kärnten zu Asyl: Es gibt kein Leid in der Welt, das uns nichts angeht

Seiser, Köchl: Polemik keine Lösung bei Asylfrage. In Kärnten Flüchtlingsunterbringung erfolgreich gelöst. Unterstützung für Kaiser-Vorschlag, jede Gemeinde soll 5-10 Flüchtlinge aufnehmen

Klagenfurt (OTS) - "Das Thema Asylpolitik ist zu wichtig für parteipolitische Polemik. Es gibt kein Leid in der Welt, das uns nichts angeht. Deshalb ist der Gemeinplatz "Das Boot ist voll" nicht anderes als ein eigennütziger Zynismus jener, die durch Zufall auf der "richtigen" Seite des Zaunes auf die Welt gekommen sind", machte SPÖ-Klubobmann LAbg. Herwig Seiser heute in seiner Wortmeldung im Rahmen der aktuellen Stunde zum Thema "Flüchtlinge in Kärnten:
Menschlichkeit statt Hetze" im Kärntner Landtag klar.

Seiser bedankte sich bei Quartiergebern, NGOs, Behörden, den BürgermeisterInnen und Landeshauptmann Kaiser für ihre Bemühungen und ihren Einsatz für Flüchtlinge in Kärnten.
Der SPÖ-Klubobmann mahnte Sachlichkeit statt parteipolitischer Polemik ein, denn "der Inhalt der heutigen Aktuellen Stunde hat Einfluss auf die vorhandene Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung", so Seiser.

Auf Wahlplakaten die Wut und den Neid der Menschen zu schüren oder mit falschen Zahlen und Unwahrheiten zu operieren, trage nichts zur Lösung der Problematik bei, sagte Seiser, der kritisierte, dass es nicht angehen könne, dass gute Vorschläge zur Quotenregeleung bei der Aufnahme von Flüchtlingen nur aus parteipolitischer Taktik einfach vom Tisch gewischt werden.

"Was zur Lösung führt, ist ein Blick auf Best-Practice-Beispiele wie in den Bezirken Völkermarkt oder Feldkirchen, wo viele Asylwerber aufgenommen wurden oder das Beispiel von Bürgermeister Pirolt in Strassburg, den ich als Vorreiter einer vorbildlichen Asylpolitik nennen will", so Seiser, der feststellte, dass die Flüchtlingspolitik in Kärnten bei Landeshauptmann Kaiser in guten Händen sei.
"Wir müssen sehr vorsichtig sein, welche Sprache wir wählen, denn davon hängt die Unterstützung und Akzeptanz der Bevölkerung ab", forderte Seiser zu verantwortungsvollem Sprachgebrauch bei dieser emotional aufgeladenen Thematik auf.

LAbg. Klaus Köchl verwies in seiner Wortmeldung auf die aktuellen Medienberichte über die tagtäglichen Gräuel im Nahen Osten hin, die Grund für die Flucht von Millionen Menschen sei.
"Diese Menschen kommen nach Österreich, weil es hier Sicherheit gibt, weil es ein lebens- und liebenswertes Land ist", so Köchl, der dazu aufrief, zusammenzuhalten und gemeinsam Lösungen zu schaffen.
In Kärnten habe man bewiesen, dass mit der Unterbringung von Flüchtlingen in kleinen und überschaubaren Einheiten diese Frage erfolgreich gelöst wurde.
"Kärnten verarmt nicht durch die Flüchtlinge, das haben andere getan und die siedeln wir auch nicht ab", stellte Köchl in Richtung jener fest, die z.B. aus den Mitteln des Sozialreferates 300.000 Euro für die Anschaffung von Nobel-Uhren ausgeben haben.

Seiser und Köchl zeigten sich erfreut über die Zustimmung von ÖVP-Klubobmann Hueter und ÖVP-Bürgermeister LAbg. Gaggl, mittels einer Bezirksquote eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge zu erreichen und begrüßten den Vorschlag von Landeshauptmann Kaiser, jede Kärntner Gemeinde solle zwischen 5 und 10 weitere Asylwerber aufnehmen, um so weitere Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen.

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