ÖH Uni Wien: Regierung versagt bei der Planung der Lehramtsausbildung

Die Anpassung der Studienpläne muss erneut unter enormem Zeitdruck und rechtlicher Unsicherheit vonstatten gehen

Wien (OTS) - Angesichts der jüngsten Kritik betont die ÖH Uni Wien die prekären Rahmenbedingungen bei der Entwicklung der Lehramtsstudienpläne in Kooperation zwischen Universitäten und pädagogischen Hochschulen. "Eine Uneinigkeit zwischen den zuständigen Ministerien wird hier wieder auf dem Rücken zukünftiger Lehramtsstudierender ausgetragen. Die Regierung versagt bei der Planung der Lehramtsausbildung", kritisieren Camila Garfias, Karin Stanger und Stephanie Marx vom Vorsitzteam.

Lehramtsstudierende für die Sekundarstufe sollen zukünftig an Universitäten und pädagogischen Hochschulen ihr Studium absolvieren. Die Studienpläne müssen allerdings wieder in unter Zeitdruck - drei Monaten - entwickelt werden, Fragen der Finanzierung und dringende studienrechtliche Belange in Hinblick auf Inskription, Exmatrikulation oder Aufnahmeverfahren sind völlig unklar. Außerdem ist nicht bekannt, wie sich die Kooperation auf den Alltag der Studierenden auswirkt: So kann es dazu kommen, dass Studierende regelmäßig zwischen Wien, Krems und Baden pendeln müssen. "Für die Studierenden entstünde ein finanzieller und zeitlicher Aufwand, was wir nicht aktzeptieren", betont das Vorsitzteam.

Es werden nun im Schnellverfahren Änderungen erzwungen. Eine umfangreiche inhaltliche Auseinandersetzung über die Lehramtsstudien fehlt noch immer gänzlich. Schon die Erstellung der Bachelorstudienpläne im letzten Wintersemester, war hinsichtlich der studentischen Mitbestimmung und der Diskussonsbereitschaft enttäuschend. "Wir fordern, dass Studierende im Mittelpunkt bei der Erstellung neuer Studienpläne stehen und dass sich die Verantwortlichen die Zeit nehmen, Diskussionen zu führen", schließt das Vorsitzteam.

Wir verweisen zudem auf die Stellungnahmen der Zentrumsvertretung Lehramt an der Uni Wien zu den Bachelor-Curricula für das neue Lehramt und zu Problematiken bei deren Implementierung:
http://bit.ly/1CvdDIG

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