ÖGB-Anderl: Karenz für Väter muss erleichtert werden

AK-Studie bestätigt: Partnerschaftliche Teilung begünstigt Wiedereinstieg der Mutter

Wien (OTS) - Immer mehr Eltern nehmen ihre Verantwortung und Pflichten der Kinderbetreuung von Geburt an partnerschaftlich wahr. Das bestätigt eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer. "Väterkarenz wirkt sich positiv auf den Wiedereinstieg der Mutter aus. Es ist daher höchste Zeit, dass die Wirtschaft Väterkarenz, die gesetzlich geregelt ist, erleichtert", fordert ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl. Ebenso muss die Benachteiligung der Eltern, die sich für die kürzere Variante des Kindergeld-Bezugs entscheiden, beseitigt werden: "Bis zu 2.800 Euro weniger ist nicht akzeptabel und unfair. Schließlich sind die Ausgaben für alle Eltern gleich hoch."++++

Partnerschaftliche Teilung von Anfang an ist nicht nur für Frauen besonders wichtig. "Väter, die gleich nach der Geburt einige Zeit mit ihrem Kind verbringen, bauen eine tiefere emotionale Bindung zum Kind auf. Der Papamonat ist dabei eine wichtige Unterstützung, jedoch haben noch immer nicht alle Arbeitnehmer Anspruch darauf. Väter, die in der Privatwirtschaft beschäftigt sind, müssen sehr oft Urlaub nehmen, um einige Tage nach der Geburt bei Mutter und Kind zu sein. Ob ein Arbeitnehmer Anspruch auf der 'Papamonat' hat, darf nicht davon abhängen, wo er beschäftigt ist", sagt Anderl und fordert ein bezahltes und arbeitsrechtlich abgesichertes Papamonat" für alle.

Um Frauen, den Wiedereinstieg zu erleichtern, brauche es auch flächendeckende, leistbare und ganztägige Kinderbildungseinrichtungen, betont Anderl. "Das ist eine von vielen Möglichkeiten, um die berufliche Situation von Frauen mit Kindern zu verbessern und Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern", so Anderl abschließend.

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