Asylgipfel - Schieder: Unverständnis und Enttäuschung über unsolidarisches Verhalten der VP-Landeshauptleute

Familienpartei ÖVP ignoriert Schicksal von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Wien (OTS/SK) - Als "unverständlich und enttäuschend" bezeichnet SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder das unsolidarische Verhalten der VP-Landeshauptleute, die sich beim gestrigen Asylgipfel gegen eine Bezirksquote für AsylwerberInnen gestellt haben. "Es ist politisch und moralisch verwerflich, auf dem Rücken der Ärmsten Politik zu machen", so Schieder. Gemeinsam muss man für eine faire Aufteilung von Flüchtlingen in Österreich sorgen. ****

Schieder zeigt sich verwundert, dass insbesondere der niederösterreichische Landeshauptmann seinem Parteivorsitzenden und Vizekanzler in den Rücken fällt. "Massenquartiere und Zeltstädte müssen künftig vermieden werden. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass Österreich menschlich handeln kann, es ist unverständlich, dass nun VP-Landeshauptleute diese österreichische Tradition des Miteinanders verlassen", so Schieder.

Der SPÖ-Klubobmann sieht besonders die Innenministerin gefordert, "ihre" Landeshauptleute beim Wort zu nehmen, wenn sie davon sprechen, menschenwürdige und gerecht verteilte Unterkünfte organisieren zu wollen. "Für parteipolitisches Geplänkel ist keine Zeit, insbesondere was die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge betrifft", so Schieder, der in diesem Zusammenhang auf das positive Beispiel Wien verweist.

"Wien macht es vor: in Kooperation mit Caritas und Arbeitersamariterbund hat die Wiener Landesregierung 200 zusätzliche Plätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge angeboten. So hätten 100 in der Bundeshauptstadt untergebracht werden sollen und 100 weitere in einem Caritas-Projekt in der niederösterreichischen Gemeinde Eggenburg, um Traiskirchen zu entlasten. Bedauerlicherweise hat das Niederösterreich abgelehnt", so Schieder. "In Wien werden Kinder anständig behandelt", betont Schieder. "Es ist ein politisches Trauerspiel, wenn Landeshauptleute der ÖVP, die sich Familienpartei nennt, Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Familien geflüchtet sind, einfach vergisst und sie ignoriert". (Schluss) ps/rm/mp

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