Kinder treten in Wien einen Igel zu Tode

Die Pfotenhilfe fordert: Natur statt Computer und TV für unsere Kinder

Wien/Lochen am See (OTS) - Vergangenen Dienstag wurde in Wien ein Igel von Minderjährigen zu Tode getrampelt. Eine Passantin schritt zwar umgehend ein, doch das hilflose und schwer verletzte Wildtier musste erlöst werden. Die Tierschützer der Pfotenhilfe, die erst vor kurzem ihre eigenen Igelschützlinge ausgewildert haben, zeigen sich von der immer wiederkehrenden Brutalität bei Kindern schockiert und tief betroffen.

"Erst vor einigen Tagen haben wir bei der Pfotenhilfe unsere letzten Igelschützlinge ausgewildert. Nachdem man sich einen ganzen Winter um die stacheligen kleinen Tiere gekümmert hat, trifft einen so eine Schreckensmeldung mitten ins Herz" erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe. "Vielen Kindern fehlt heutzutage offensichtlich der Bezug zu der Natur und unseren Tieren, weil sie einfach zu viel Zeit hinter den Fernsehern oder Computern anstatt in der Natur verbringen." fügt die Mutter einer siebenjährigen Tochter hinzu.

Da Kinder nur einen Bezug zu Tieren entwickeln können, wenn sie auch realen Kontakt mit Tieren haben, bietet die Pfotenhilfe auf ihrem Hof in Oberösterreich ein breitgefächertes Programm für Kinder und Jugendliche an. Zahlreiche Schulklassen und Kindergruppen werden Jahr für Jahr bei der PFOTENHILFE Lochen empfangen und lernen spielerisch jede Menge über Tierschutz. Auch de richtige Umgang mit Tieren wird den Kindern nähergebracht. "Erst wenn wir verhindern, dass unsere Kinder den ganzen Tag vor den Computern und TV-Geräten sitzen und wir Erwachsenen stattdessen Zeit mit ihnen in der Natur verbringen, wird sich bei der Einstellung von Minderjährigen etwas ändern. Die Kids müssen realisieren, dass Tiere keine Spielsachen, sondern Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen sind" fügt die erfahrene Tierschützerin abschließend hinzu.

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Verein Pfotenhilfe, Sascha Sautner, 0664-848 55 61
sascha.sautner@pfotenhilfe.org

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