AJC würdigt Österreichs Eintreten gegen Antisemitismus

Delegation des American Jewish Committee besucht das Parlament

Wien (PK) - Die Krisenherde in der arabischen Welt und im Nahen Osten, aber auch der teilweise wieder aufkeimende Antisemitismus standen heute im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen einer Delegation des American Jewish Committee (AJC) und österreichischen Mandataren unter Leitung des Obmanns des Außenpolitischen Ausschusses Josef Cap (S). Betty Cotton sprach sich im Namen ihrer KollegInnen dagegen aus, den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern als Wurzel sämtlicher Kriege und Unruhen in der Region zu sehen. Wer für Demokratie, Pluralismus und den Schutz der Minderheiten eintritt, müsse auf der Seite Israels stehen, stand für sie fest.

Mit Nachdruck würdigten die Gäste überdies das entschlossene Auftreten Österreichs gegen den Antisemitismus. Österreich werde ein ewiger Bündnispartner im Kampf gegen den Antisemitismus sein, versicherte Josef Cap (S) und sprach in diesem Zusammenhang von einer besonderen historischen Verantwortung. Dies bestätigten auch die Abgeordneten Wolfgang Gerstl (V), Reinhard Eugen Bösch (F) und Bundesrat Marco Schreuder (G), wobei letzterer warnte, Antisemitismus verstecke sich vielfach hinter einer Kritik an Israels Politik.

Was den Nahostkonflikt betrifft, unterstrich Cap das Bekenntnis der österreichischen Abgeordneten zum Existenzrecht Israels und betonte, es gehe darum, Israel Sicherheit und stabile Perspektiven zu bieten. Dies sei nur auf Basis einer Zwei-Staaten-Lösung möglich.

Die Mitglieder der Delegation halten sich auf Einladung des Jewish Welcome Service für eine Woche in Österreich auf. Das 1906 in New York unter Beteiligung des Reformrabbiners Judah Leon Magnes (1877-1948) gegründete American Jewish Committee sieht eine seiner Hauptaufgaben im Kampf gegen den Antisemitismus. Seit 2009 kann beim AJC ein österreichischer Gedenkdienst abgeleistet werden. (Schluss) hof

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der Parlamentsdirektion
Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272
pressedienst@parlament.gv.at

http://www.parlament.gv.at
www.facebook.com/ParlamentWien
www.twitter.com/oeparl

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPA0006