AK zu Immobilienpreisspiegel: Mieten runter!

Für durchschnittliche Wohnungen stiegen die Mieten weit über der Inflationsrate

Wien (OTS) - Der Immobilienpreisspiegel bildet nur kleines Segment des gesamten Mietwohnungsmarktes ab, und zwar die ohnehin schon sehr hochpreisigen Wohnungen und gemietete Einfamilienhäuser. Insgesamt -vor allem für durchschnittliche Wohnungen - stiegen die Mieten weit über der Inflationsrate: Laut Statistik Austria legten die Wohnungsmieten um fünf Prozent zu. Die Betriebskosten stiegen insgesamt weniger stark, das zeigt der Betriebskostenspiegel der Mietervereinigung. Preistreiber sind also die Nettomieten. Die AK fordert: Mieten runter! Die Regierung soll bis zum Sommer Vorschläge für ein transparentes Mietrecht vorlegen.

Die Behauptung, dass die Vermieter die Betriebskosten nicht beeinflussen können, ist zudem nicht korrekt. Die Versicherungskosten machen etwa im privaten Altbau nahezu ein Viertel der Betriebskosten aus. Weil derzeit diese Kosten den Mietern weiter verrechnet werden können, werden in der Regel nicht die günstigsten Versicherungen abgeschlossen, sondern die, die dem Vermieter oder Verwalter die meiste Provision bringen. Die Betriebskosten könnten zwischen 25 bis 30 Prozent gesenkt werden, wenn man diese Position und die Grundsteuer aus dem Betriebskostenkatalog streicht.

Die AK verlangt ein faires und transparentes Mietrecht - konkret fordert die AK:

+ Mieten senken durch klare Mietobergrenzen für private Altbaumieten;

+ Befristungen abschaffen - sie sollen nur noch bei Eigenbedarf des Vermieters gelten, etwa für seine Kinder oder Enkel;
+ Betriebskosten senken: Grundsteuer und Versicherung müssen aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden - das muss der Vermieter zahlen;
+ Weg mit der Maklerprovisionen für MieterInnen: Diese sollen die VermieterInnen zahlen - so wie seit 1. Juni in Deutschland;
+ Klare Erhaltungsregeln für die VermieterInnen für die gesamte Wohnungsausstattung (wie Elektroleitungen oder Sanitäranlagen), nicht nur für die Heiztherme.

Die Regierung sollte auch die geplante Wohnbauoffensive rasch umsetzen. Überdies braucht es im Finanzausgleich die erneute Zweckbindung der Wohnbaufördergelder und ihrer Rückflüsse.

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