Oberhauser: BMG und BASG starten Aufklärungskampagne zu Online-Medikamentenhandel in Österreich

Ab 25. Juni Kauf rezeptfreier Medikamente im Internet möglich – „Österreichischer Online-Handel sehr sicher“

Wien (OTS/SK) - Ab 25. Juni ist auf Grundlage einer EU-weiten Gesetzgebung auch in Österreich der Handel mit rezeptfreien Medikamenten im Internet möglich. Das Gesundheitsministerium (BMG) und das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) starten eine Informationskampagne, die über Möglichkeiten, Risiken und Sicherheitsbestimmungen des Onlinehandels in Österreich aufklären soll. "In Österreich gehen wir hier einen sehr guten, sehr sicheren Weg", stellte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser am Dienstag im Rahmen eines Pressegesprächs klar. "Hohe Qualitätsvorgaben und der Verkauf ausschließlich über die beim BASG registrierten österreichischen Apotheken schützen die Konsumentinnen und Konsumenten vor Arzneimittelfälschungen und erhöhen die Arzneimittelsicherheit." In Österreich ist nur der Kauf rezeptfrier Medikamente erlaubt. Ein EU-weites Sicherheitslogo gewährleistet, dass nur Apotheken, welche die hohen Auflagen erfüllen, mit Medikamenten im Internet handeln dürfen. Mit dieser Regelung zum Online-Versand sei auch "ein wichtiger Schritt im Kampf gegen illegalen Medikamentenhandel gelungen", so die Gesundheitsministerin. ****

Der Kauf von Konsumgütern über das Internet nimmt zu. "In den letzten drei Jahren ist der Konsum über 30 Prozent gestiegen. 2013 haben die ÖsterreicherInnen rund sechs Milliarden Euro im Internet ausgegeben", berichtete die Ministerin. Auch der Kauf von Medikamenten ist für viele Menschen attraktiv. Eine vom BMG in Auftrag gegeben Umfrage zeigt, dass 58 Prozent die Möglichkeit des Online-Medikamentenhandles begrüßen. Gleichzeitig herrsche aber großer Aufklärungsbedarf, berichtet Oberhauser: "46 Prozent der Befragten glauben fälschlicherweise, dass der Verkauf von rezeptfreien Medikamenten über das Internet in Österreich bereits bisher erlaubt war." Das Bewusstsein, dass der Online-Handel mit Medikamenten auch Gefahren birgt, scheint gering zu sein. Und das, obwohl im Internet von nicht berechtigten HändlerInnen auch rezeptpflichtige Medikamente angeboten werden, darunter viele gefälschte Produkte, die ein unkalkulierbares Risiko für KonsumentInnen darstellen. "Es kommt einem russischen Roulette gleich, wenn man nicht weiß, welche Inhaltsstoffe wirklich in einem Medikament stecken", macht Oberhauser deutlich. Die neue Regelung in Verbindung mit Aufklärung soll dem "einen Riegel vorschieben", so die Ministerin.

Um sicherzugehen, dass der Kauf von Medikamenten im Internet legal ist und den Sicherheitsbestimmungen in Bezug auf Verpackung, Versand, Transport und Beratung entspricht, ist es wichtig, auf das EU-Logo zu achten. "Nur Apotheken, die dieses Logo auf der Seite ihres Web-Shops haben, sind beim BASG registriert und dürfen mit Medikamenten handeln", erläutert Oberhauser. Die KäuferInnen sind aufgefordert, das Logo anzuklicken, das sie auf die Seite des BASG weiterleitet, auf der alle registrierten Online-Apotheken aufgelistet sind.

Die Aufklärungskampagne "Medikamente in Internet kaufen? Wissen Sie wirklich, was sie bekommen?" von BMG und BASG umfasst Info-Folder, Infoschaltungen in Tageszeitungen und Informationen auf der Webseite des Ministeriums.

Service: Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie auf der Homepage des Gesundheitsministeriums unter www.bmg.gv.at. (Schluss) sc/ve

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