Olympia: Beachvolleyballer trainieren auf Rio-Sand in Wien

Sportminister Klug: „Projekt Rio optimiert Vorbereitung auf Olympische Spiele.“

Wien (OTS) - Sportminister Gerald Klug und Projekt Rio-Koordinator Peter Schröcksnadel haben sich heute persönlich ein Bild von der Arbeit der Beachvolleyball-Asse Clemens Doppler, Alexander Horst, Stefanie Schwaiger und Barbara Hansel gemacht. Beim Trainingsbesuch in Wien präsentierten die Athletinnen und Athleten des Projekt Rio-Medaillenkaders die Maßnahmen, die im Rahmen des Förderprogramms finanziert wurden. Insgesamt stellt das Sportministerium 5 Millionen Euro im Jahr bereit, damit sich Österreichs Spitzensportlerinnen und -sportler bestmöglich auf die Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 vorbereiten können.

Sportminister Gerald Klug: "Mit dem Projekt Rio schaffen wir für unsere Sportlerinnen und Sportler Trainingsbedingungen, die sie sich sonst nicht leisten können. Wir haben dabei unterstützt, in Wien einen Beachvolleyballplatz mit dem gleichen Sand wie in Rio de Janeiro zu bauen. Damit trainieren die Athletinnen und Athleten hier auf demselben Boden, auf dem sie dann vor Ort um eine Medaille kämpfen. So helfen wir die Vorbereitung auf die Olympischen Spielen zu optimieren." Vom Sand in Rio de Janeiro wurde eine Probe nach Österreich gebracht, die dann hier von einem Unternehmen analysiert und als Spezialmischung nachgebaut wurde.

Clemens Doppler: "Wir sind gut in die Saison gestartet und nehmen nun voll auf die Olympischen Spiele Kurs. Unser Ziel ist es, in Rio de Janeiro eine Medaille zu machen. Das Projekt Rio ermöglicht uns dafür eine perfekte Vorbereitung."

WM-Gegner akribisch ausspioniert
Im Rahmen des Projekts Rio wurden unter anderem Spezialbetreuer für Statistik und Spielanalyse gefördert. Martin Plessl, Chef-Statistiker des Österreichischen Volleyball Verbands dazu: "Wer den Gegner genau kennt, kann dessen Schwächen ausnützen und die eigenen Stärken ausspielen. Das bringt uns einen entscheidenden Vorteil bei der Weltmeisterschaft kommende Woche und bei den Olympischen Spielen nächstes Jahr. Wir erstellen von allen relevanten Gegnern detaillierte Spielerprofile und bereiten so unsere Teams optimal vor." Zur Vorbereitung der anstehenden Weltmeisterschaft analysiert Plessl die Spielmuster der gegnerischen Teams. Er findet zum Beispiel heraus, in welche Richtung ein Spieler angreift, wie dieser ein Flatter- oder ein Sprungservice annimmt und welche Fehler ihm in Stresssituationen häufig unterlaufen. Für die Weltmeisterschaft bereitet Plessl die Daten der Gegner für den Trainer Robert Nowotny auf, der eine entsprechende Spieltaktik erstellt und das Training von Doppler/Horst darauf abstimmt.

Auch gefördert wurden über das Projekt Rio eine Ballmaschine, die Aufschläge mit einer Geschwindigkeit bis über 100 km/h simuliert und ein Video-Feedback-System, bei dem Trainingssequenzen über Video aufgezeichnet und mit Zeitverzögerung auf eine Leinwand projiziert werden.

Heim-EM in Klagenfurt ist Saison-Highlight
Als ein besonderer Höhepunkt dieses Jahres geht die Heim-Europameisterschaft vom 28. Juli bis 2. August 2015 in Kärnten über die Bühne. Stefanie Schwaiger, Beachvolleyball-Europameisterin 2013 sagt: "Mit meiner Schwester Doris habe ich vor zwei Jahren die Goldmedaille in Klagenfurt gewonnen. Das war der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere. Für Barbara und mich ist die diesjährige Heim-Europameisterschaft mit Sicherheit das absolute Saison-Highlight."

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