Brauner, Meißl: 20 Jahre bessere berufliche Entwicklungschancen für Wiener ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS) - Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) berät und fördert seit mittlerweile 20 Jahren WienerInnen beim Weiterkommen im Beruf. Wirtschaftsstadträtin, Vizebürgermeisterin Renate Brauner präsentierte im Mediengespräch des Bürgermeisters gemeinsam mit waff-Geschäftsführer Fritz Meißl eine Bilanz.

Brauner: "waff steht für präventive Arbeitsmarktpolitik"

Brauner: "Der waff steht für präventive Arbeitsmarktpolitik und die Förderung beruflicher Entwicklungschancen. Wenn insgesamt mehr als 320.000 WienerInnen vom waff profitiert haben, um ihre berufliche Situation zu verbessern, den Arbeitsplatz abzusichern oder den Wiedereinstieg in den Job zu schaffen und dafür 700 Mio. Euro investiert wurden, sind das beeindruckende Zahlen. Das reicht von der Unterstützung Berufstätiger über spezielle Programme für Arbeitsuchende bis hin zu Angeboten für Unternehmen." Eine ganz wesentliche Rolle für 20 Jahre erfolgreiche Arbeit spielt die enge Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und dem AMS.

Meißl: "Der waff hat Bewegung in die Wiener Arbeitsmarktpolitik gebracht. Im Laufe der letzten 20 Jahren sind eine ganze Reihe von Innovationen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik und ArbeitnehmerInnenförderung realisiert worden, die bis zum heutigen Tag nachwirken. Dazu zählen die ersten Arbeitsstiftungen in Wien, die Arbeitsvermittlung für SozialhilfempfängerInnen, die Nutzung gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung und die Einführung des Bildungskontos für Wiener ArbeitnehmerInnen."

Die Wiener Vizebürgermeisterin: "Entscheidend ist aber nicht die Vergangenheit, sondern wie wir heute die Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einer sich dynamisch verändernden Arbeitswelt unterstützen können. Angesichts der anhaltenden europäischen Wirtschaftskrise haben wir es mit einer nach wie vor steigenden Arbeitslosigkeit zu tun. Es ist daher jetzt ganz wichtig, dass arbeitslose Menschen eine gute Unterstützung bekommen. Deswegen habe ich auch zusätzliche Mittel von der Bundesregierung und vom zuständigen Sozialminister für das AMS eingefordert und freue mich, dass 6 weitere Mio. für gezielte Schulungsmaßnahmen flüssig gemacht werden konnten."

Brauner unterstrich generell die hervorragende Zusammenarbeit zwischen AMS und waff bei klarer Aufgabenteilung. Als Beispiel nannte sie den Qualifikationsplan Wien 2020, der gemeinsamen Strategie von Stadt, Bund und Sozialpartnern, um WienerInnen mit höchstens Pflichtschulabschluss zu einer besseren Ausbildung zu verhelfen.

Qualifikation als Schlüsselfaktor fürs Weiterkommen im Beruf - mit einer abgeschlossenen Lehre ist das Risiko des Jobverlustes deutlich geringer

"Gerade angesichts der angespannten Arbeitsmarktlage und der Tatsache, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer insgesamt immer stärker unter Druck geraten, ist es besonders wichtig und vernünftig, in die Weiterbildung der Menschen zu investieren. Qualifikation trägt dazu bei, das Risiko des Jobverlustes zu reduzieren. So liegt die Arbeitslosenquote bei Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss bei rund 35 Prozent, bei jenen mit Lehrabschluss nur bei rund 11 Prozent. Es geht aber nicht nur um Anpassung an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes, sondern auch um berufliche Emanzipation. Genau hier begleitet und unterstützt der waff und eröffnet damit neue berufliche Perspektiven", betonte Brauner. Qualifikation ist daher auch der rote Faden in allen Angeboten des waff, in der Unterstützung für Berufstätige, für Arbeitsuchende und für Unternehmen. Insgesamt können heuer rund 27.000 WienerInnen direkt vom waff bzw. über gemeinsame Projekte mit dem AMS Wien profitieren.

waff Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung -DIE Anlaufstelle für berufstätige WienerInnen- konkrete Unterstützung für fast 20.000 WienerInnen

Österreich weit einzigartig ist das Gesamtpaket an Information, kompetenter Beratung gekoppelt mit einer umfangreichen Palette an Aus- und Weiterbildungsförderung im Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung. Es ist die Anlaufstelle für berufstätige Wienerinnen und Wiener, egal ob sie im Beruf weiterkommen, einen Bildungsabschluss nachholen, ihren Arbeitsplatz absichern oder beruflich gänzlich neue Wege gehen wollen.

> Zum finanziellen Unterstützungsangebot gehören das Bildungskonto, der doppelte WeiterbildungsTausender und bis zu 3.000 Euro für das Nachholen des Lehrabschlusses. Seit heuer NEU ist der Chancen-Scheck für WienerInnen mit höchstens Pflichtschulabschluss. Der Vorteil: egal ob man ihn für eine Weiterbildung oder für das Nachholen des Lehrabschlusses nutzt, die Vorfinanzierung fällt weg, weil der waff direkt mit dem Kursträger verrechnet. > Einzigartig sind auch die Unterstützungsangebote für jährlich über 3.000 Frauen. So bietet etwa das Programm FRECH-Frauen ergreifen Chancen Beratung zu beruflichen Entwicklungschancen und finanzielle Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung für beschäftigte Wienerinnen, die beruflich neue Wege gehen wollen (bis zu 3.700 Euro Weiterbildungsförderung). NEU: ab Juli wird FRECH ausgebaut. Die Förderung steht damit dann auch Maturantinnen und Akademikerinnen, die unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten, offen. Unterstützung gibt es auch vom waff, damit der Wiedereinstieg nach der Babypause gut klappt. > In der Weiterbildungsdatenbank finden sich alle Kursinstitute, die Aus- und Weiterbildung in Wien anbieten. Alleine in diesem Jahr verzeichnet die Weiterbildungsdatenbank 40.000 Aufrufe. > Mit dem Wiener Infotelefon für Beruf und Weiterbildung 0800 86 86 86 bietet das waff Beratungszentrum auch ein umfassendes Informations- und Serviceangebot.

Insgesamt können heuer fast 20.000 Wiener ArbeitnehmerInnen von den Angeboten des Beratungszentrums für Beruf und Weiterbildung profitieren.

Sichere Jobs plus Ausbildung für rund 1.000 WienerInnen jährlich

In enger Zusammenarbeit mit dem AMS Wien unterstützt der waff auch Wiener Unternehmen, die Bedarf an speziell qualifizierten MitarbeiterInnen haben. Für Arbeit suchende WienerInnen, die diese Qualifikationen erwerben wollen, bietet das die Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz. Von diesem Angebot können alleine heuer rund 1.000 arbeit-suchende WienerInnen profitieren.

> Der Löwenanteil fällt dabei auf Pflege- und Sozialberufe. Insgesamt sind heuer bereits über 400 Personen in dieses Programm eingestiegen. > Im Mai haben erstmals über dieses Programm WienerInnen mit der Qualifizierung zu KommunikationselektronikerInnen begonnen. > Im Juni sind weitere 40 Personen in die Ausbildung zu Koch / Köchin, Restaurantfachkraft sowie zu Installations- und GebäudetechnikerIn eingestiegen mit dem Ziel, den Lehrabschluss nachzuholen. > Derzeit gesucht werden rund 100 BewerberInnen für Ausbildungen zur Heimhilfe sowie als pharmazeutisch kaufmännische AssistentIn. > Bis Ende des Jahres sind noch Ausbildungen plus fixe Jobs mit Schwerpunkt in den Bereichen Heimhilfe, Diplomkrankenpflege und Pflegehilfe, Buchhaltung und Personalverrechnung, Kälteanlagentechnik sowie Einzelhandel geplant.

waff wichtiger Partner der Wiener Ausbildungsgarantie für einen guten Start in Berufsleben

Der waff leistet außerdem im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie einen wesentlichen Beitrag für einen guten Einstieg von Jugendlichen in den Beruf. Davon können heuer über 5.300 Jugendliche profitieren. So beteiligt sich der waff an der Finanzierung der überbetrieblichen Lehrausbildung für jene rund 3.500 Jugendlichen, die sonst ohne Lehrstelle wären. Weitere Schwerpunkte sind die Mitfinanzierung des Projektes Spacelab - Produktionsschule Wien, das ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet, und ein gezieltes Angebot an den Wiener Berufsschulen zur Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung, damit möglichst viele Jugendliche diese erfolgreich absolvieren. Mit der Kümmer Nummer 0800 20 20 22 betreibt der waff überdies die Hotline für alle Fragen rund um Lehre und Beruf.

waff bringt Angebote vor Ort - fast 10.000 BesucherInnen bei den Wien weiten Wochen für Beruf und Weiterbildung

Schließlich bringt der waff mit seinen Partnern und durch die enge Zusammenarbeit mit Wiener Bezirken die Unterstützungsangebote rund um Aus- und Weiterbildung im Rahmen der Wochen für Beruf und Weiterbildung direkt vor die Haustüre der WienerInnen. 10.000 BesucherInnen bei den Wien weiten Wochen für Beruf- und Weiterbildung im Frühjahr diese Jahres beweisen die Richtigkeit dieser Strategie.

Die Finanzierung der Aktivitäten des waff erfolgt weitgehend aus Mitteln der Stadt Wien. 2015 stehen dem waff insgesamt 57,2 Millionen Euro für ArbeitnehmerInnen-Förderung zur Verfügung. Weitere Informationen zu allen Angebote des waff: www.waff.at; www.facebook.com/waff

Rückfragen & Kontakt:

Heike Hromatka-Reithofer
Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Renate Brauner
Tel.: (01) 4000-81219
E-Mail: heike.hromatka-reithofer@wien.gv.at

Gabriele Philipp
Mediensprecherin des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
(waff)
Tel.: (01) 217 48-318
E-Mail: gabriele.philipp@waff.at

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