Vana: Mehrheit des Beschäftigungsausschusses im Europaparlament lehnt Kommissionsvorschlag zu „Ein-Personen-Gesellschaften“ ab

Geplante „Ein-Personen-Gesellschaft“ verletzt zentrale ArbeitnehmerInnenrechte und untergräbt soziales Europa

Brüssel/Wien (OTS) - Der Beschäftigungsausschuss des Europaparlaments hat heute mit deutlicher Mehrheit den Vorschlag der EU-Kommission zu "Ein-Personen-Gesellschaften" (Gesellschaften mit beschränkter Haftung mit einem einzigen Gesellschafter), mit einem einheitlichen europäischen Rechtsrahmen, abgelehnt.

"Die Ablehnung des Vorschlags im Ausschuss war die einzig richtige Entscheidung, wie wir Grüne es von Beginn an forderten", kommentiert Monika Vana, Grüne Europaabgeordnete, Mitglied im Beschäftigungs- und Sozialausschuss und zuständige Grüne Berichterstatterin zu diesem Thema. "Der Vorschlag der EU-Kommission ist inakzeptabel, da er Missbrauch von ArbeitnehmerInnenrechten, Geldwäsche, Scheinfirmen sowie Scheinselbstständigkeiten Tür und Tor öffnet".

"Besonders die Sitztrennung von Verwaltung und Registrierungsort in verschiedenen Mitgliedsstaaten könnte die derzeitigen Regelungen der ArbeitnehmerInnenmitbestimmung massiv einschränken. Doch gerade ArbeitnehmerInnenmitbestimmung gehört zum Fundament für eine europäische Sozialunion, die Menschen schützt und nicht ausbeutet. Auch die mangelnde Identitätsfeststellung des/der GesellschafterIn sowie die Möglichkeit zur Flucht aus dem Arbeitsrecht für große Unternehmen sind ungelöste Probleme. Die Kommission soll den Vorschlag zurückziehen", fordert Vana.

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