VIER PFOTEN rettet zwei illegal gehaltene bulgarische Zoo-Bären mit prominenter Unterstützung

Schauspielerin Katerina Jacob freut sich über Happy End für Standy und Boyka

Wien (OTS) - VIER PFOTEN konnte mit der Unterstützung der beliebten Schauspielerin Katerina Jacob nach monatelangen Bemühungen die beiden illegal im Mini-Zoo des Lesopark Lipnik nahe der nordbulgarischen Stadt Ruse gehaltenen Bären Standy und Boyka in den von VIER PFOTEN geführten TANZBÄRENPARK Belitsa im Südwesten Bulgariens überführen. Der Mini-Zoo hatte nach EU-Recht seit Jahren keine Lizenz mehr zur Haltung der Bären. Standy und Boyka mussten dort acht Jahre lang in einem engen, finsteren Betonkäfig illegal leben.

,,Ich freue mich sehr, dass es durch den unermüdlichen Einsatz von VIER PFOTEN endlich geglückt ist, den Tieren ein schönes Zuhause im TANZBÄRENPARK Belitsa zu geben. Sie hatten ein so trauriges Leben in ihrem dunklen Verlies. Jetzt endlich können sie ihr Leben genießen", sagte Katerina Jacob.

Der Rettungsaktion gingen monatelange zähe Verhandlungen zwischen VIER PFOTEN, Katerina Jacob und dem bulgarischen Umweltministerium um die Zukunft der Bären voraus. Im April 2014 waren ein VIER PFOTEN Experten-Team und Katerina Jacob bereits mit zwei Bärenambulanzen auf dem Weg zum Mini-Zoo, um die Bären abzuholen, als die Aktion im letzten Moment platzte, da das Umweltministerium die Kooperation mit VIER PFOTEN aus unerfindlichen Gründen plötzlich verweigerte. "Es war furchtbar für mich, Standy und Boyka schlussendlich zurücklassen zu müssen. Die beiden standen in ihrem eigenen Urin, hatten schlechtes Futter und wiesen bereits massive Verhaltensstörungen auf", so die prominente Schauspielerin. VIER PFOTEN verhandelte daraufhin erneut mit dem Umweltministerium, das schließlich einlenkte und per Beschluss die Abgabe der Bären anordnete.
Im TANZBÄRENPARK Belitsa wurden Standy und Boyka untersucht, entwurmt, und es wurde ihnen Blut abgenommen. Jetzt erholen sie sich von ihren Strapazen. Derzeit leben im von VIER PFOTEN und der Fondation Brigitte Bardot geführten TANZBÄRENPARK neben Standy und Boyka 26 ehemalige Tanz-, Zoo- und Restaurantbären auf etwa 12 Hektar ein glückliches Leben ohne Angst und Schmerzen.

Katerina Jacob ist erleichtert, dass diese beiden Bären nicht mehr leiden müssen. In einer Videobotschaft appelliert die Schauspielerin an ihre Fans: "Bitte unterstützt VIER PFOTEN weiter bei den unglaublichen Rettungsaktionen. Ich durfte bei einer dabei sein und war total begeistert und sehr beeindruckt, wie die Leute wirklich effektiv daran arbeiten, ob für die Straßenhunde in Rumänien, ob für die Gallenbären in Vietnam, bitte unterstützt VIER PFOTEN weiter, so wie ich es tue."

Sollte es der Stadtverwaltung von Ruse gelingen, einen Zoo zu bauen, der den EU-Standards entspricht, könnten Standy und Boyka dorthin umsiedeln.

Seit 2005 müssen alle Zoos in den EU-Mitgliedstaaten die grundlegenden Anforderungen der Europäischen Zoo-Richtlinie 1999/22/EC (RICHTLINIE 1999/22/EG DES RATES vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos) erfüllen und eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um ihre Haltungsbedingungen zu verbessern. Bulgarien wurde im Jahr 2007 EU-Mitglied, und daraufhin mussten alle bulgarischen Zoos ihre Haltungsbedingungen an die Anforderungen der Zoo-Richtlinien anpassen, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Der Zeitraum für die Verbesserungen wurde von der EU auf fünf Jahre festgelegt. 2013 lief die Frist ab.

"In Bulgarien leben noch 26 Bären illegal in Zoos", sagt Carsten Hertwig, Bärenexperte bei VIER PFOTEN. "Das ist eine für ein EU-Land wie Bulgarien beschämend hohe Zahl. VIER PFOTEN möchte diesen Missstand unbedingt beenden und arbeitet daran, die illegale Bärenhaltung bis Ende 2017 durch verschiedene Maßnahmen zu beenden. Momentan unterstützen wir bereits einige Zoos beim Aus- und Neubau bestehender Anlagen. Hiermit möchten wir den Zoos ermöglichen, eine Lizenz für die Bärenhaltung zu erwerben. Auch planen wir, ein neues Bärenschutzzentrum in Bulgarien zu errichten. Bären aus Zoos, die ihre Haltungsbedingungen nicht aus eigener Kraft verbessern können, sollen hier ein neues Zuhause finden."

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