Compliance Verstöße in österreichischen Unternehmen an der Tagesordnung: Unternehmen setzen auf Schulungen

Quelle: IIR Compliance Maßnahmen Index (CMIX)

Wien (OTS) -

„Sind Sie persönlich mit Compliance Verstößen konfrontiert?“ Diese Frage beantworteten Vorstände und Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Mitarbeiter österreichischer Unternehmen im Rahmen einer Umfrage der IIR GmbH.

Das ernüchternde Ergebnis: Compliance Verstöße sind in österreichischen Unternehmen an der Tagesordnung. Knapp 40 % der Befragten gaben an „häufig“ oder „gelegentlich“ persönlich mit Compliance Verstößen konfrontiert zu sein.

Mittlere Hierarchieebne am stärksten betroffen

Dabei sind Compliance Verstöße offenbar besonders in der mittleren Hierarchieebene sichtbar und spürbar: Beträchtliche 49,3 % der Bereichs- und Abteilungsleiter geben an, “häufig“ oder „gelegentlich“ mit Compliance Verstößen konfrontiert worden zu sein. In der Top-Ebene sind es „nur“ 24 %, also immerhin noch fast ein Viertel aller befragten Vorstände und Geschäftsführer.

Unternehmen setzen auf Schulungen

Wie der Situation beikommen? Die Wirksamkeit von Compliance Schulungen wurde unter vielen Maßnahmen am höchsten eingeschätzt. Deshalb soll in diese Maßnahme in Zukunft am meisten investiert werden: 42,3 % der befragten Unternehmen wollen in Zukunft „mehr“ und 40 % „gleich viel“ in Compliance Schulungen investieren.

Zertifizierung von Compliance Systemen stoßen auf Skepsis

Nur 14,7 % wollen in Zukunft mehr in die Zertifizierung von Compliance Systemen investieren. Warum stoßen ISO Normen, ONR und Prüfstandards auf so große Skepsis?

Eine Antwort darauf gab eine Podiumsdiskussion beim diesjährigen 5. Österreichischen Compliance Forum: Rein österreichische Zertifikate verlieren über die Landesgrenzen hinaus an Wert; und tatsächlich  geht es im internationalen Geschäft weniger um ein Zertifikat, sondern vielmehr um die echte Wirksamkeit des Compliance Managements.

Das 5. Österreichische Compliance Forum

Das Ergebnis des IIR Compliance Maßnahmen Index (CMIX) wurde beim Österreichischen Compliance Forum präsentiert, einem Branchentreffpunkt den die IIR GmbH bereits zum 5. Mal organisierte. Die Teilnehmer konnten sich über aktuelle Praxisthemen wie kontinuierliche Gefährdungsanalyse (Mag. Martin Schwarzbartl, ÖBB Holding AG), Compliance Organisation in einer NPO (Mag. Daniela Fabits, AustriaTech GmbH), Kartellrecht in der Praxis (Dr. Johannes Dittrich, BSH Hausgeräte GmbH), internationale Compliance mit Ethics Ambassadors (Vibeke Dittrich, Borealis AG) uvm. austauschen. Natürlich haben die rechtlichen Updates zu Datenschutz, Antikorruption und Strafrecht nicht fehlen dürfen.

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