Bundeskanzler Faymann: Faire Aufteilung nach Quoten auch im eigenen Land anstreben

Dialog mit Hilfsorganisationen zum Thema Asyl im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - "Es ist unsere gemeinsame Pflicht, all jenen Menschen Hilfe zu leisten, die aus ihrer Heimat fliehen müssen und bei uns um Asyl ansuchen. Daher bin ich für das heutige konstruktive Gespräch mit den österreichischen Hilfsorganisationen und NGOs sehr dankbar", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Montag, bei der Pressekonferenz nach dem Dialog von Regierungsmitgliedern mit Vertretern der Hilfsorganisationen zum Thema Asyl im Bundeskanzleramt.

"Um den ansteigenden Zustrom an Flüchtlingen bewältigen zu können, brauchen wir ganz klar eine gemeinsame Kraftanstrengung. Die Unterbringung in Zelten kann nur eine vorübergehende Notlösung sein. In Massenquartieren wie Traiskirchen sind bereits deutlich zu viele Menschen untergebracht. Unser Ziel ist daher eine gleichmäßige Verteilung im Land und dazu sollten alle Bezirke etwas beitragen", sagte Faymann.

Die von der Regierung vorgeschlagene, bessere Aufteilung auf die Bezirke sei im Grundsatz heute von allen Seiten begrüßt worden. "Wir werden daher am Mittwoch zum geplanten Dialog mit den Ländern auch den Städte- und Gemeindebund sowie erneut die Hilfsorganisationen einladen. Statt immer der jeweils anderen Ebene die Schuld zuzuschieben, wollen wir stärker zusammenarbeiten. Wenn wir in Europa eine faire Aufteilung nach Quoten fordern, dann muss man das auch im eigenen Land anstreben", so Faymann.

Auf Nachfrage sagte der Bundeskanzler, dass die Umsetzung nicht an finanziellen Ressourcen scheitern dürfe. "Wir müssen stabile Verhältnisse schaffen und die dafür notwendige Überzeugungsarbeit im Land leisten. Das ist eine gewaltige Aufgabe, die wir zu stemmen haben, aber gemeinsam hat unser Land schon vieles geschafft. Das heutige Gespräch war bereits sehr ermutigend."

Bilder von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufbar.

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