Bundesjugendvertretung zu Sexualpädagogikerlass: Wichtiger Erfolg für Jugendliche erreicht!

Die BJV zeigt sich erfreut über die rasche Umsetzung ihrer Forderung nach einer zeitgemäßen Sexualpädagogik.

Wien (OTS) - "Ein wichtiger Schritt, um Jugendliche in ihrer Sexualität ernst zu nehmen, wurde mit dem neuen Sexualpädagogikerlass umgesetzt. Ab heute heißt es in Sachen Sexualpädagogik: Willkommen in der Zukunft", zeigt sich BJV-Vorsitzende Laura Schoch erfreut über die Ankündigungen von Bildungsministerin Heinisch-Hosek.

In ihrer Kampagne RDN WR KLRSEX hat die BJV aufgezeigt, dass sich Jugendliche mehr Informationen in der Schule wünschen. "Der Lehrplan hinkt der Realität schon lange hinterher. Bisher wurde das Thema Sexualität nur in den Fächern Religion und Biologie behandelt. Das ist völlig antiquiert und geht an der Lebenswelt der Jugendlichen vorbei", erklärt Schoch. "Mit dem neuen Erlass soll ab sofort eine Sexualpädagogik in der Schule verankert werden, die jungen Menschen auch wirklich etwas bringt. Das ist ein wichtiger Fortschritt", so Schoch weiter.

Die Bildungsministerin hat auf die Bedürfnisse junger Menschen reagiert und es konnte unter Einbeziehung verschiedener ExpertInnen -darunter die BJV - ein neuer Erlass erarbeitet werden, der aus Sicht der BJV inhaltlich fundiert ist und auf die aktuellen Bedürfnisse und Lebensrealitäten junger Menschen eingeht. "Wir freuen uns, dass wir die Sicht junger Menschen in die Erarbeitung einbringen konnten und die Umsetzung so schnell gelungen ist. Denn jedes Jahr länger warten heißt, dass junge Menschen weiterhin mit einem veralteten Lehrplan Vorlieb nehmen müssen", betont Schoch.

Nicht über Sexualität zu reden sei keine Lösung, so die Vorsitzende:
"Sexualität junger Menschen existiert auch, wenn man darüber schweigt, nur dass Jugendliche dann auf teilweise unreflektierte Informationen und Mythen angewiesen sind."
Die Vorsitzende zerstreut auch Ängste, dass man Eltern dieses Thema wegnehmen will. "Wie wir aus vielen Gesprächen wissen, gibt es auch von Seiten der Eltern den Wunsch nach Unterstützung im Umgang mit dem Thema Jugendliche und Sexualität. Die Schule ist daher eine wichtige Ergänzung", so Schoch. Mit dem neuen Sexualpädagogikerlass sollen PädagogInnen das Rüstzeug bekommen, mit Fragen umzugehen und Angebote für Eltern geschaffen werden, erklärt Schoch weiter. "Es darf nicht länger sein, dass es vom Zufall abhängt, ob Jugendliche gute Informationen und Aufklärung erhalten oder nicht."

Abschließend weist die Vorsitzende auf das Thema Verhütungsmittel hin, wo es aus Sicht junger Menschen noch Handlungsbedarf gibt: "Mit dem neuen Sexualpädagogikerlass wurde ein wichtiger Schritt umgesetzt, um auf die Bedürfnisse junger Menschen einzugehen. Ein weiterer zentraler Wunsch junger Menschen sind kostenlose Verhütungsmittel. Wir sprechen uns dafür aus, dass es nicht auf den Inhalt der Geldtasche ankommen darf, ob junge Menschen verhüten oder nicht. Gratis Verhütungsmittel müssen selbstverständlich werden."

Link zur KLRSEX-Kampagne der BJV: www.klarsex.at

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