Bundesjugendvertretung: Armutsspirale für Kinder durchbrechen!

Aktuelle Zahlen zeigen akuten Handlungsbedarf für die Bundesregierung im Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktbereich.

Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung (BJV) sind die aktuellen Zahlen über Kinderarmut in Österreich alarmierend. "Dass mehr als 400.000 Kinder in Österreich armutsgefährdet sind, dürfen wir nicht in Kauf nehmen", betont BJV-Vorsitzender David Neuber. Jetzt sei die Bundesregierung gefordert, zusammenzuarbeiten und nachhaltige, treffsichere Maßnahmen zu setzen: "Es ist wichtig, die Armutsspirale so früh wie möglich zu durchbrechen", so Neuber.

Armut heißt zum einen materielle Armut und wirkt sich ganz wesentlich auf andere Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen aus, erklärt Neuber: "Armutsbetroffene Kinder verfügen über schlechtere Gesundheit und leben in schlechteren Wohnverhältnissen. Außerdem haben sie geringere Bildungschancen und weniger soziale Teilhabemöglichkeiten. Dem müssen wir entgegenwirken!"

Eine wesentliche Maßnahme ist die geplante Ausbildung bis 18. Darüber hinaus müsse aber schon früher und auch auf anderen Ebenen angesetzt werden. "Wichtig ist zum einen konkrete finanzielle Unterstützung. Bei der Mindestsicherung müssen in ganz Österreich gleich hohe Kinderzulagen unter der Prämisse des Levelling-up gewährleistet werden. Dabei müssen für alle Kinder die gleichen Rechte gelten", so Neuber.
Der Vorsitzende verweist darauf, dass armutsgefährdete Kinder arme Eltern haben. "Hier ist ein gutes Netz an kostenloser Kinderbetreuung wichtig, und es braucht Jobs, von denen man leben kann. Working Poor darf sich nicht weiter ausweiten!"

Die BJV betont, dass neben finanziellen Maßnahmen auch gegen soziale Ausgrenzung vorgegangen werden muss: "Arme Kinder müssen auch Kind sein dürfen. Kostenlose und gut zugängliche Freizeitmöglichkeiten sind für Kinder und Jugendliche besonders wichtig", so Neuber.
Eine zentrale Rolle spielt der Bildungsbereich: "Damit armutsbetroffenen Kindern der Ausstieg aus der Armutsspirale gelingt, ist die flächendeckende Einführung einer Gemeinsamen Schule von 10 bis 15 Jahren unumgänglich. Solange arme Kinder automatisch schlechtere Bildungschancen haben, dreht sich der Kreislauf weiter", betont Neuber abschließend.

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