WKÖ-Verkehrssprecher Klacska: Kostentreiber einbremsen – Entlastungen angehen

Flächendeckende Maut wäre ein weiterer Preistreiber

Wien (OTS) - Wie die jüngsten WIFO/IHS-Prognosen gezeigt haben, hat Österreich akuten Handlungsbedarf, wenn es darum geht, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und den Arbeitsmarkt zu beleben. "Deutlicher kann es kaum mehr aufgezeigt werden: Wir brauchen Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Wirtschaft, etwa durch eine Lohnnebenkostensenkung, und Ankurbelung der Kaufkraft", betont Alexander Klacska, Obmann der WKÖ-Bundessparte Transport und Verkehr.

Dass hier akuter Handlungsbedarf besteht, zeigen auch aktuelle Teuerungszahlen, wonach Österreich mit 1 Prozent im Europa-Vergleich am oberen Rand liegt. "Wenn nun auch kritisiert wird, dass die Lebenserhaltungskosten in Österreich vergleichsweise hoch sind, muss dies doch für die öffentliche Hand ein Warnsignal sein, den eigenen Anteil daran zu durchleuchten", so Klacska mit Verweis auf Steigerungen bei öffentlichen Gebühren und Tariferhöhungen, die auch jüngst von den WIFO- und IHS-Experten kritisiert wurden.

"Wir brauchen dringend Kostendämpfungen statt weiterer Belastungen für Herrn und Frau Österreicher, wenn wir die Kaufkraft beleben wollen. In der jetzigen wirtschaftlichen Situation können wir uns weitere Preistreiber einfach nicht leisten. Wer jetzt noch an immer weitere Gebühren und Abgaben wie etwa die flächendeckende Maut denkt, hat den Ernst der Lage nicht erkannt und gefährdet den Wirtschaftsstandort Österreich", unterstreicht der Branchensprecher.

Man könne nicht auf der einen Seite ein hohes Preisniveau anprangern, auf der anderen jedoch weitere Preistreiber fordern. "Eine Maut auf dem niederrangigen Straßennetz, das die regionale Wirtschaft versorgt, würde die Preis zwangsläufig weiter hochtreiben und uns buchstäblich die Butter vom Brot fressen. Das kann doch nicht ernsthaft gewollt sein", so Klacska in Richtung der Bundesländer. "Wenn wir wirtschaftlich nicht auf der Kriechspur bleiben wollen, brauchen wir mittelfristig Strukturreformen, kurzfristig rasch greifende Entlastungen - und sicher keine weiteren Bürden. Wer jetzt mit Maut & Co dagegen rudert, darf sich nicht wundern, wenn wir nicht vom Fleck kommen und Wachstum und Beschäftigung auf der Strecke bleiben". (PWK475/PM)

Rückfragen & Kontakt:

Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Erik Wolf
Telefon: +43 5 90 900 3251
bstv@wko.at
Internet: http://wko.at/verkehr

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001