Brauner: „62 Millionen für sichere Ausbildungsplätze und Hilfe beim Lehrabschluss“

Besuch in überbetrieblicher Lehrwerkstätte von Jugend am Werk im 20. Bezirk

Wien (OTS) - Das Schul- und damit auch Ausbildungsjahr geht zu Ende. Lehrlinge, die ihre Lehrzeit absolviert haben, müssen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben jetzt noch die Lehrabschlussprüfung schaffen.

"Eine handfeste und fundierte Ausbildung ist die erste und wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Mit der Lehrabschlussprüfung sichert man sich eine gute Startposition in die Zukunft. Wien braucht die vielen jungen, engagierten, kreativen Menschen, denn sie sind die Fachkräfte von morgen. Ich drücke daher allen, denen diese Prüfung ins Haus steht, fest die Daumen", betont Wiens Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner im Rahmen eines Besuches in der überbetrieblichen Lehrwerkstätte von Jugend am Werk in der Lorenz-Müller-Gasse. Als kleine Motivation gab es dort für die Lehrlinge, die heuer zur Prüfung antreten, ein Gutscheinheft für Top-Events in Wien. Dieses kleine Motivationsgeschenk bekommen alle PrüfungskandidatInnen in den überbetrieblichen Lehrwerkstätten. Beim Besuch von Jugend am Werk mit dabei waren auch Bezirksvorsteher Hannes Derfler, der stellvertretende Landesgeschäftsführer des AMS Wien Winfried Göschl, waff- Kuratoriumsmitglied Michael Dedic sowie der Wiener ÖGJ-Jugendsekretär Sumit Kumar, die ebenfalls für die bevorstehende Prüfung alles Gute wünschten.
Im Lehrbetrieb Lorenz-Müller-Gasse im 20. Bezirk werden derzeit mehr als 250 Jugendliche in den Berufen Metalltechnik, Elektrotechnik, Tischler/in sowie Uhrmacher/in ausgebildet. Insgesamt bildet Jugend am Werk derzeit etwa 1.300 Jugendliche in mehr als 20 unterschiedlichen Lehrberufen aus.

Brauner: "Wir kümmern uns in Wien um alle Jugendlichen"

Brauner unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Wiener Ausbildungsgarantie: "Herzstück der Wiener Ausbildungsgarantie ist und bleibt die überbetriebliche Lehrausbildung, damit auch jene rund 3.500 Jugendlichen, die sonst ohne Lehrstelle wären, eine fundierte Berufsausbildung bekommen. Für das Ausbildungsjahr 2015/16 nehmen Stadt und AMS Wien gemeinsam 62 Mio. Euro in die Hand." In die Ausbildung der Jugend zu investieren sei gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders wichtig, so Brauner weiter. "Wir kümmern uns in Wien um alle Jugendlichen und werden im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit keinen Millimeter nachlassen", versicherte die Wiener Vizebürgermeisterin. 368 Lehrlinge, die jetzt zur Abschlussprüfung antreten, kommen aus überbetrieblichen Lehrwerkstätten.

Die überbetriebliche Lehrausbildung wird in rund 30 verschiedenen Lehrberufen angeboten, und zwar bei zehn verschiedenen Ausbildungseinrichtungen. Jugendliche machen die praktische Ausbildung in Lehrwerkstätten oder bei Trägereinrichtung in Kooperation mit Praxisbetrieben. Sie besuchen so wie jeder andere Lehrling auch die Berufsschule.

Wie aktiv hier Wien ist, zeigt auch ein Vergleich mit anderen Bundesländern. So beträgt der Anteil jener Lehrlinge, die im Rahmen der von AMS Wien und Stadt Wien finanzierten, überbetrieblichen Lehrausbildung, eine Ausbildung absolvieren, 17, 5%. In Niederösterreich sind es 9,0 % und in Oberösterreich nur 5,0 %.

Für Winfried Göschl, den stellvertretenden Landesgeschäftsführer des AMS Wien, ist eine abgeschlossene Berufsausbildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit: "Ich gratuliere den jungen Leuten sehr herzlich zu ihrer Entscheidung, den Lehrabschluss zu machen - sie haben sich damit die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben erarbeitet." Das AMS Wien unterstützt und begleitet Jugendliche daher von der Phase der Berufswahl über die Lehrstellensuche bis hin zum Lehrabschluss.

Gezielte Unterstützung für eine erfolgreiche Lehrabschlussprüfung

Damit möglichst viele Jugendliche die Lehrabschlussprüfung erfolgreich absolvieren, gibt es ein spezielles Unterstützungspaket von Stadt und Sozialpartnern im Rahmen des Qualifikationsplans Wien 2020. Das Projekt early complete VIP-coaching an den Wiener Berufsschulen hilft den Lehrlingen, sich gut auf die Prüfung vorzubereiten, zur Prüfung anzutreten und diese erfolgreich zu bestehen. Renate Brauner betont: "Wir wollen damit sicher stellen, dass vor allem auch jene Lehrlinge, die mit einem Fuß bereits über der Ziellinie einer erfolgreichen Ausbildung sind, auch den zweiten Fuß ins Ziel bringen."

Durchgeführt wird das Projekt vom KUS/Kultur- und Sportverein der Wiener Berufsschulen. Finanziert wird das Projekt vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff). Infos: www.kusonline.at; www.lehre-fertig.at

Mit abgeschlossener Lehre trägt man nur ein Drittel des Risikos, arbeitslos zu werden

Wie wichtig eine abgeschlossene Lehre ist, zeigt der Blick auf die aktuelle AMS-Statistik: Über 50 Prozent der Wiener Arbeitslosen haben höchstens Pflichtschulabschluss. Die Arbeitslosenquote lag 2014 bei Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss bei rund
35 Prozent, bei jenen mit Lehrabschluss nur bei rund 11 Prozent. Übrigens: Alle Wiener LehrausbildungsabsolventInnen erhalten nach einer positiven Abschlussprüfung einen Bildungsbonus des waff in der Höhe von 200 Euro. Dieser ist zwei Jahre lang gültig, kann zusätzlich zum Weiterbildungskonto des waff genutzt werden und soll motivieren, eine weiterführende oder zusätzliche Ausbildung in Angriff zu nehmen.

Brauner abschließend: "Wien steht ohne wenn und aber zu sicheren Ausbildungsplätzen für die Jugendlichen. Allerdings sind auch die Betriebe gefordert, mehr Lehrlinge auszubilden und die Lehrausbildung wieder verstärkt als Chance zu sehen. Denn in die Jugend zu investieren heißt in die Zukunft zu investieren, damit sich unsere Stadt sozial und wirtschaftlich erfolgreich weiterentwickelt."

Weitere Informationen für Jugendliche und ihre Eltern und Verwandten:

  • Alles Infos zur Lehrausbildung in den überbetrieblichen Lehrwerkstätten gibt es beim AMS Jugendliche, Gumpendorfer Gürtel 2b, 1060 Wien, Tel. 01 87 87 1 bzw. auf www.arbeitszimmer.cc.
  • Weitere Infos und Beratung rund um Lehre und Beruf gibt es bei der Kümmer-Nummer für Lehre und Beruf unter 0800 20 20 22 bzw. unter www.kuemmer-nummer.at, www.facebook.com/kuemmernummer

Rückfragen & Kontakt:

Heike Hromatka-Reithofer
Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Renate Brauner
Tel.: 01/4000-81219
E-Mail: heike.hromatka-reithofer@wien.gv.at

Gabriele Philipp
Mediensprecherin des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
(waff)
Tel.: (01) 217 48-318
E-Mail: gabriele.philipp@waff.at

Sebastian Paulick
Pressesprecher AMS Wien
Tel.: (01) 87871-50114
E-Mail: sebastian.paulick@ams.at

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