Geburtenplus: Seit 1968 nicht mehr so viele Geburten in Wien

Neue ÖROK-Studie: Wien auf dem Weg zur Zwei-Millionen-Metropole - Wien wird jüngstes Bundesland

Wien (OTS) - Auch die neue Bevölkerungsprognose der Statistik Austria im Auftrag der ÖROK (Österreichische Raumordnungskonferenz) bestätigt, dass die Metropolregion Wien überdurchschnittlich wächst. Die Stadt Wien ist am besten Weg noch deutlich vor 2030 zur 2-Millionen-Metropole heranzuwachsen.

"Wien ist seit dem Jahr 2000 um 250.000 EinwohnerInnen gewachsen, was der Größe der Stadt Graz entspricht", erklärt Klemens Himpele, Leiter der Magistratsabteilung 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik. Dabei wächst Wien einerseits durch Zuwanderung aus dem In- und Ausland, andererseits aber auch durch ein Geburtenplus, da seit dem Jahr 2004 mehr Kinder in Wien geboren werden als Menschen versterben. "Diese Entwicklung hat in den letzten 10 Jahren an Dynamik gewonnen. Im Jahr 2014 gab es in Wien so viele Geburten wie seit 1968 nicht mehr", so Himpele.

Wien wird 2015 jüngstes Bundesland

Die Zuwanderung nach Wien ist jung und immer besser gebildet, wie Auswertungen des Mikrozensus zeigen. "Der Bildungsstand der ZuwandererInnen hat sich in den vergangenen Jahren erheblich erhöht." Geburten und Zuwanderung einerseits sowie eine steigende Lebenserwartung andererseits führen dazu, dass Wien jünger und älter zugleich wird, während die meisten anderen Bundesländer deutlich "altern". Vermutlich bereits ab diesem Jahr wird Wien das im Durchschnitt jüngste aller Bundesländer sein.

Infrastruktur für die wachsende Stadt

Die MA 23 hat mit der kleinräumigen Bevölkerungsprognose "Wien wächst" bereits 2014 eine wichtige Planungsgrundlage geschaffen. Eine wachsende Stadt bedeutet auch, dass die Infrastruktur mitwachsen muss. Daher sind Investitionen in die öffentliche Infrastruktur auch angesichts der schwachen Wirtschaftsentwicklung sinnvoll:
"Investitionen schaffen nachhaltige Werte für die Bevölkerung und können als Impulse im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wirken", so Klemens Himpele. Investitionen in nachhaltige Infrastruktur schaffen zudem dauerhafte Werte. "Es ist daher notwendig, Investitionen bei Fragen der Staatsverschuldung anders zu behandeln als Konsumausgaben. Ökonomisch sind die derzeitigen Regelungen kontraproduktiv, da zukunftsbezogene Projekte nicht finanziert werden können", so der Abteilungsleiter der MA 23.

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