Nationalrat – Kucher: Rechnungshofbericht bestätigt jahrelange SPÖ-Kritik an Gruppenbesteuerung

Wien (OTS/SK) - "Der Rechnungshofbericht zur Gruppenbesteuerung bestätigt unsere jahrelange Kritik. Von Grasser einst noch mit rund Euro 100 Millionen beziffert, steigerte sich die Steuerbegünstigung für Konzerne auf Euro 450 Millionen pro Jahr. Die Gruppenbesteuerung kostet viel - ob oder welche wirtschaftlichen Effekte sie hat, konnte das Finanzministerium dem Rechnungshof jedoch nicht nachweisen." verwies Philip Kucher, SPÖ-Sprecher für Forschung, Innovation und Entwicklung, heute, Mittwoch, im Nationalrat auf den kritischen Rechnungshofbericht zur Gruppenbesteuerung aus dem Jahr 2013.

Die Gruppenbesteuerung macht es Unternehmen möglich, Verluste von Töchtern im Ausland mit Gewinnen österreichischer Gruppenträger gegenzurechnen. Das führt auch dazu, dass sich die in Österreich zu zahlende Steuersumme reduziert. "Die Gruppenbesteuerung galt auch für Töchter in Ländern, mit dem es kein Amtshilfe-Übereinkommen gibt. Das bedeutet, die Finanzämter in Österreich konnten nur schwer kontrollieren, ob die Höhe der geltend gemachten Verluste stimmt", erklärt Kucher.

"Wir haben Kritikpunkte des Rechnungshofs bei der im letzten Jahr beschlossenen Einschränkung der Gruppenbesteuerung berücksichtigt. Wir müssen sie weiterhin kritisch im Auge behalten und über fairere Modelle einer Gesamtkonzernbesteuerung diskutieren", hält Kucher fest. (Schluss) sc/kg

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0023