Thumpser: Landtag verpasst sich für strengere Regeln bei In-App-Käufen auszusprechen

Interessen der KonsumentInnen bleiben auf der Strecke

St. Pölten (OTS) - Mit dem technischen Fortschritt kommt es immer wieder zu neuen Herausforderungen für den Gesetzgeber, eine Initiative der SPNÖ zum Schutz der KonsumentInnen vor unbeabsichtigten Kostenfallen bei In-App-Käufen wurde allerdings im NÖ-Landtag trotz der dringenden Notwendigkeit abgelehnt. "War es noch vor Kurzem überwiegend der Onlinehandel, der die Konsumentenschützer beschäftigte, sind es heute immer wieder die sogenannten In-App-Käufe. Diese sind oft nicht ausreichend gekennzeichnet, sodass KonsumentInnen leider zu häufig etwas kaufen, ohne es überhaupt zu wollen", umriss SPNÖ-Konsumentenschutzsprecher LAbg. Herbert Thumpser die Problematik. "KonsumentInnen laden sich in den App-Stores oder bei anderen Anbietern kostenlose Apps, meist Spiele, herunter, die durch kostenpflichtige Funktionen erweitert werden können. Vor allem Kinder und Jugendliche zählen zu den Hauptbetroffenen. Zwar bieten die App-Stores optional eine Sicherung mittels PIN an, doch die einmal eingegebenen Codes sind zu lange gültig. Das bedeutet, man entscheidet sich zwar bewusst für einen Kauf, ein nachfolgender kann aber schon wieder unbewusst passieren", so Thumpser weiter. Außerdem kritisierte der Mandatar in seiner Rede anlässlich der Budgetsitzung des NÖ Landtages, dass den meisten KundInnen nicht bewusst sei, dass derartige Käufe auf ihrem Smartphone freigeschaltet seien und diese, manchmal sogar kostenpflichtig, erst deaktiviert werden müssten.

In einem Resolutionsantrag forderte Thumpser daher eine Änderung der diesbezüglichen Regelungen: "Erstens muss geregelt werden, dass für jeden einzelnen Einkauf separat ein PIN-Code eingegeben werden muss, damit ein unbeabsichtigter Kauf nicht so leicht passieren kann. Außerdem sollten Mehrwertdienste und Bezahlmöglichkeiten in den Grundeinstellungen gesperrt sein, und aktiv und kostenfrei vom Konsumenten entsperrt werden. Damit wäre eine nicht unbedeutende Schuldenfalle, die sich durch Abo-Fallen und In-App-Käufe anhäufenden Kosten können schließlich leicht in die hunderten Euro gehen, abgeschafft", so Thumpser. "Dass dieser für die KonsumentInnen wirklich wichtige Antrag im NÖ Landtag abgelehnt wurde, ist schon mehr als nur eine verpasste Chance! Die Interessen insbesondere der sehr jungen VerbraucherInnen werden hier leichtfertig mit Füßen getreten. Wir wissen von den Schuldnerberatern, dass gerade durch solche Dienste manchmal Rechnungen von bis zu 1.500 Euro entstehen können. Hier bleiben aus völlig unerfindlichen Gründen die Interessen der KonsumentInnen auf der Strecke", so Thumpser abschließend.

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