FPÖ-Karlsböck: "Mystery Shopping" ist Resultat von „Mystery Thinking“

Passbild auf E-Card ist bessere Arznei gegen Missbrauch

Wien (OTS) - Das von der SPÖ geplante und von der ÖVP mitgetragene "Mystery Shopping" dürfte offenbar das Resultat von "Mystery Thinking", möglicherweise auch "Mystery Drinking" im SPÖ-Think-Tank sein, vermutet der Vorsitzende des Wissenschaftssausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, selbst Arzt mit Kassenvertrag. "Es gehört schon eine gehörige Portion Misstrauen dazu, Ärzte und die gesamte Bevölkerung unter den Generalverdacht zu stellen, sie würden die Krankenkassen betrügen", zeigte sich Karlsböck empört.

Wenn es Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser tatsächlich darum gehe, dass mit Versichertengeldern korrekt und sorgsam umgegangen werde, dann sei der beste Schritt einmal die 22 Sozialversicherungsträger zusammenzulegen und so Millionen an unnötigen Verwaltungsausgaben einzusparen, betonte Karlsböck. Das Kontrollversagen der Krankenkassen beim E-Card-Missbrauch nun den Ärzten umzuhängen, sei jedenfalls der simpelste Weg, so Karlsböck.

Zur Identitätsfeststellung der Patienten wäre ein Passbild auf der E-Card das wohl geeignetste und unbürokratischste Instrument der Kontrolle, sagte Karlsböck. Aber dann würde vermutlich auffliegen, dass die Sozialbetrugsfälle weitaus höher seien als sie vom Mysterium für Mystery-Shopping zugegeben würden, ist sich Karlsböck sicher. Abgesehen davon gebe es keinerlei Verhaltensregeln, wenn jetzt in einer Ordination ein E-Card-Betrüger mit einem Notfall vorstellig würde. Die Alternativen wären ihn zu versorgen (ohne finanzielle Abdeckung), die Rettung zu holen (was die Kosten noch erhöhen würde), oder die Polizei zu verständigen (was dem Betreffenden medizinisch nicht wirklich weiter hilft).

"In dieser ethischen Problematik werden die Ärzte vom Ministerium völlig alleine gelassen und womöglich auch noch bestraft, wenn sie Patienten ohne, oder mit falscher E-Card helfen", lehnte es Karlsböck ab, den Ärzten diese Verantwortung umzuhängen. "Ein derartig unausgegorenes Gesetz, das alle Ärzte unter Generalverdacht stellt und E-Card-Betrügern Tür und Tor öffnet ist für eine Beschlussfassung im Parlament jedenfalls zu unausgegoren", zeigte Karlsböck großes Verständnis für die ablehnende Haltung der Ärztekammer, die er selbst auch unterstützt.

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