Aktuelle Studie zeigt: Herr und Frau Österreicher werden älter, sind aber länger krank

Fachverband der Gesundheitsbetriebe fordert bewusstseinsbildende Maßnahmen – Hadschieff: „Verlängerung der gesunden Lebensjahre muss oberstes Ziel sein“

Wien (OTS) - Österreicher werden alt. Aber können sie dieses Mehr an Zeit auch genießen? Die aktuell unter der Mitwirkung der Donau-Universität Krems erschienene "Global Burden of Disease Study", über das Auftreten von 301 akuten sowie chronischen Erkrankungen in 188 Ländern zeigt klar, dass Österreicherinnen und Österreicher zwar länger leben, gleichzeitig aber auch mehr Jahre als früher in Krankheit verbringen. Der Fachverband der Gesundheitsbetriebe (WKO) sieht daher Handlungsbedarf und fordert mehr Aktivitäten im Bereich der Bewusstseinsbildung sowie steuerliche Absetzbarkeit von Vorsorgemaßnahmen.

Lediglich 61,7 Jahre verbringt Herr Österreicher in guter Gesundheit. Bei den Frauen liegt der Wert mit 63,2 Jahren nur geringfügig höher. Dies bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 78,4 Jahren für Männer und 83,6 Jahren für Frauen in Österreich.

Österreicher sind Vorsorge-Muffel "Aufgrund des Anstiegs nicht tödlicher Leiden und dank der modernen Medizin können wir mittlerweile ein hohes Alter erreichen. Entscheidend ist aber, wie gesund oder krank wir das tun", ist Julian M. Hadschieff, Obmann des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe überzeugt und sieht in diesem Zusammenhang noch viel Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung: "Österreicher gehen oft erst dann zum Arzt, wenn sich die Krankheit bereits manifestiert hat. Dabei könnten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vielen Krankheiten vorbeugen. Am fehlenden Angebot liegt es nicht: Öffentliche und private Einrichtungen bieten zahlreiche Gesundheitschecks, die dabei helfen, allfällige Gesundheitsrisiken und bereits vorhandene Krankheiten in einem sehr frühen Stadium zu erkennen", so Hadschieff weiter.

Mit Vorsorge und Eigenverantwortung zu mehr gesunden Lebensjahren "Die Verlängerung der gesunden Lebensjahre muss unser oberstes Ziel sein", ist Hadschieff überzeugt. "Das österreichische Gesundheitssystem bietet bereits zahlreiche Möglichkeiten, die aber auch genutzt werden müssen. Hier braucht es neben mehr Bewusstseinsbildung - etwa bereits durch Gesundheitsunterricht an den Pflichtschulen - auch eine Attraktivierung der Eigenverantwortung. Seit Jahren fordern wir bereits die steuerliche Absetzbarkeit von Vorsorgemaßnahmen", so Hadschieff abschließend. (PWK459/ES)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Gerstberger
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Gesundheitsbetriebe
Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien
Tel.: 05 90 900 – 3543
gesundheitsbetriebe@wko.at
http://www.gesundheitsbetriebe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0008