Bundesminister Ostermayer: "Filmschaffen mit der Schweiz stärken"

Arbeitsbesuch des Kunst- und Kulturministers in der Schweiz: Kulturaustausch zwischen den beiden Ländern institutionalisieren

Wien (OTS) - "Österreich und die Schweiz verbindet ein besonders aktiver kultureller Austausch. Wir haben eine besonders gute Zusammenarbeit im Ausstellungsbereich und wollen die Kooperation im Filmbereich weiter ausbauen", so Bundesminister Josef Ostermayer bei einem Arbeitsbesuch bei Bundesrat Alain Berset in der Schweiz. Im Mittelpunkt der umfassenden Gespräche standen Gespräche über kulturelle Maßnahmen, die beide Länder miteinander verbinden, wie das Filmabkommen mit der Schweiz und Deutschland sowie die künftige Teilnahme der Schweiz am EU-Programm "Creative Europe". Auch vereinbarten die beiden Minister, den Austausch kulturpolitischer Fragen zu institutionalisieren.

Das deutsch-österreichische Filmabkommen wurde 2011 um die Kooperation mit der Schweiz erweitert. Bisher sind zwei trilaterale Produktionen entstanden, während in den letzten vier Jahren 27 deutsch-österreichische Projekte umgesetzt wurden. Die künftige Zusammenarbeit soll intensiviert werden, damit in Zukunft mehr Koproduktionen ermöglicht werden. "Der Film stellt für Österreich eine wichtige kulturpolitische Agenda dar. Es ist daher sehr bedauerlich, dass bislang nur wenige Koproduktionen zustande gekommen sind. Österreich befürwortet ein baldiges Treffen, um mögliche Anpassungen zu diskutieren und das Instrument für die Filmwirtschaft attraktiver zu machen. Insbesondere müssen wir uns die Frage stellen, welchen Zugang Filmregisseure zu Produzenten haben oder warum Einreichungen nicht genehmigt wurden", so Ostermayer nach dem Gespräch mit Berset.

Zur Sprache kam auch die Schweizer Teilnahme am EU-Programm "Creative Europe". Nach dem Schweizer Referendum zur Personenfreizügigkeit im Februar 2014 hat die EU die Teilnahme der Schweiz an allen EU-Programmen formell ausgesetzt. Verhandlungen über die künftige Beteiligung der Schweiz an dem EU-Programm "Creative Europe" sind bereits angelaufen. "Mit diesem Programm soll die kulturelle Vielfalt Europas gefördert und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Kultur- und Kreativsektors gestärkt werden. Die Nicht-Teilnahme der Schweiz hat sich indirekt negativ auf den Kunst- und Kulturaustausch zwischen den beiden Ländern ausgewirkt. Die derzeitige Situation ist sehr bedauerlich und ich hoffe, dass es bald zu einer Lösung kommt, damit wir unsere bisherige Kulturzusammenarbeit weiter stärken können", so Ostermayer.

Gemeinsam mit seinem Schweizer Ressortkollegen besuchte Minister Ostermayer auch die 46. Art Basel. Diese international beachtete Kunstmesse findet bis zum 21. Juni statt. "Die diesjährige Ausgabe der weltweit bedeutenden Messe für moderne Kunst besticht durch ihre Vielfältigkeit", unterstrich Ostermayer die herausragende Bedeutung dieser Veranstaltung für die Präsentation zeitgenössischer Kunst. Er verwies auch auf die regelmäßige Teilnahme österreichischer Galerien an dieser Veranstaltung, was nicht zuletzt durch ein entsprechendes Förderprogramm forciert und unterstützt werde.

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