Tiba Marchetti für „Am Schauplatz“ beim Heiratsvermittler

Am 18. Juni um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Wer heute einen Partner sucht, macht das meistens im Internet, auf sogenannten Dating-Plattformen. Ein Klick, und der Traummann oder die Traumfrau ist gefunden, zumindest virtuell. Doch immer öfter hört man, dass daraus dann nichts wird, dass der Herr oder die Dame, die angeblich nach dem Partner fürs Leben sucht, in Wahrheit nur ein kurzes Techtelmechtel im Sinn hatte oder beim Alter oder Vermögen grob geschummelt hat. Deswegen landet so mancher dann doch wieder beim ganz traditionellen Heiratsvermittler. Die gibt es noch - die Vermittler, die ihre Kunden persönlich kennenlernen, mit ihnen Profile anlegen und dann, nach eigenem Gutdünken, die passenden Personen zusammenbringen - wie Tiba Marchetti in der in HD produzierten "Am Schauplatz"-Reportage "Beim Heiratsvermittler" am Donnerstag, dem 18. Juni 2015, um 21.05 Uhr in ORF 2 berichtet:

"Das ist so wie damals in der Schule, wo wir zwei miteinander verkuppelt haben - nach Gefühl. Natürlich werden auch noch die Daten wie ‚Nichtraucher‘, ‚tierliebend‘ und so weiter abgeglichen", erzählt Partnervermittler Peter Treichl. Er ist seit mehr als zwei Jahrzehnten im Geschäft. Seine Agentur ist eine der größten in Österreich, mit Sitz in Salzburg. Vor zwei Jahren hat er eine eigene Agentur für Schwule ins Leben gerufen. Michael aus Wels, 31, hat sich dort vor Kurzem eingeschrieben. "Ich suche einen echten Mann, keinen Handtascherl-Träger", gibt er an, "und einen Bart soll er haben". Die ersten Dates hatte er schon.

"Wir vermitteln meistens bis zum Erfolg", sagt Peter Treichl. Überprüfen lassen sich Erfolge in dieser Branche aber kaum - es gibt keine seriösen Daten, denn das Geschäft mit der Vermittlung baut auf Diskretion auf. Wenn man etwas hört, dann sind es eher die Beschwerden. Wie die von Ex-Gendarm Karl Heinz W., 71. Er fühlt sich überrumpelt, weil er nach der Lektüre von Inseraten in der Bezirkszeitung bei einer "Martina" angerufen hat - gemeldet hat sich aber ein Partnervermittlungsinstitut. "Das hören wir oft von den älteren Semestern", erzählt Herr Neubauer von der Arbeiterkammer Niederösterreich, "die Leute lesen nicht bis zum Schluss, wo der Agenturname steht. Sind sie dann Kunden einer Vermittlungsagentur, werden die konkreten Wünsche oft nicht erfüllt." Auch Herr W. klagt darüber: "Da verspricht mir dieser redegewandte Toni von der Vermittlungsagentur, dass bei mir die Mäderln auftanzen werden. Und dann schicken sie mir lauter Damen zwischen 70 und 75 - ich hab‘ ja nicht den Zentralfriedhof daheim!"

Ein sehr lukratives Segment, auch unter der älteren Klientel, ist das Vermitteln bei den oberen Zehntausend. "Am Schauplatz" findet einen Spezialisten in Deutschland, der sich selbst "König der Heiratsvermittler" nennt - jedenfalls im deuten Sprachraum. Hans-Paul Schermer war früher Fleischhauer und Bodybuilder, bevor er mit den Vermittlungen begann. Heute verkehrt er in Adeligen- und Unternehmerkreisen. Es sei meist harte Arbeit, Menschen zusammenzubringen, sagt er: "Du musst dir die Lebensgeschichten und Sorgen von den Leuten anhören", sagt Schermer, "und auf die Wünsche genau eingehen." Und das kostet. Schermers Preise sind so königlich wie sein Ruf: 10.000 Euro für ein Jahr Vermittlung. Eine Garantie für die Traumfrau oder den Traummann gibt es dafür freilich nicht.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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