KWF-Bilanz 2014: Kärntens Unternehmen investieren 271 Mio. EUR, das KWF-Fördervolumen beträgt 27 Mio. EUR

685 Förderanträge wurden genehmigt, 808 Arbeitsplätze planen die geförderten Unternehmen neu zu schaffen, 16.206 Arbeitsplätze konnten abgesichert werden

Klagenfurt (OTS) - 271,2 Mio. EUR beträgt das Investitionsvolumen, das durch die 685 vom KWF geförderten Projekte der Kärntner Unternehmen ausgelöst wird. 25,8 Mio. EUR an Förderbarwert* wurden genehmigt. 16.206 bestehende Arbeitsplätze werden dadurch abgesichert und 808** planen die Unternehmen im Zuge ihrer Investitionsprojekte zu schaffen.

Der insbesondere auf die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Kärntner Wirtschaft abzielende Technologiefonds Kärnten wies 2014 einen Förderbarwert von 10,7 Mio. EUR für insgesamt 106 Fälle auf und konnte knapp 42 % der Fördermittel binden. Über den 1999 ins Leben gerufenen Fonds wurden seit seinem Bestehen 264,5 Mio. EUR in die Entwicklung Kärntens als Hightech-Standort investiert, wodurch ein Investitionsvolumen von 2,8 Mrd. EUR ausgelöst wurde. Auf das Geschäftsfeld Infrastruktur und Regionalentwicklung entfielen mit 7,5 Mio. EUR in 29 Fällen 29 % der Fördermittel. Der Bereich Beratung und Basisförderung, in den auch die Kleinstunternehmerförderung fällt, konnte mit 5,4 Mio. EUR gut ein Fünftel (21 %) der Mittel binden (+ 56 % gegenüber 2013).

Die Betrachtung der Sektoren zeigt, dass die meisten Fälle (307 bzw. 45 %) auf das Gewerbe entfielen. Danach folgen der Tourismus (158 Fälle | 23 %), Sonstige (115 | 17 %), die Industrie (54 Fälle | 8 %) und der Handel (51 Fälle | 7 %). Das größte Investitionsvolumen geht mit 81,6 Mio. EUR vom Tourismus aus, der 6,7 Mio. EUR der Fördermittel binden konnte. Knapp dahinter der Industriesektor mit 71,8 Mio. EUR an Investitionen und 6,0 Mio. EUR an Fördermitteln und der Sektor Sonstige (CTR, EAK, HTC Villach, Kompetenzzentrum Holz, etc.) mit Investitionen im Gesamtausmaß von 62 Mio. EUR, jedoch mit dem höchsten Förderbarwert (8,5 Mio. EUR) bedingt durch die höheren Fördermöglichkeiten im Bereich F&E - Kärnten rangiert mit einer F&E-Quote von 2,8 % ex aequo mit Tirol auf Rang 3 im Bundesländervergleich - und im Bereich der Betriebsansiedlungen.

Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderangebot des KWF primär an KMU***. In Bezug auf die Gesamtaktivitäten des KWF entfallen 643 Förderfälle (94 %) auf diese Unternehmenskategorie, die 86 % der gesamten Fördermittel (22,2 Mio. EUR) vereinnahmen konnte. 2014 wurden Großunternehmen in neun Fällen mit insgesamt 1,9 Mio. EUR unterstützt - umgelegt auf die Ist-Arbeitsplätze entspricht dies einer Förderung je Arbeitsplatz von 248,- EUR. Bei Mittelunternehmen beläuft sich die Förderung je Arbeitsplatz auf 1.509,- EUR, bei Klein- auf 4.089,- EUR und bei Kleinstunternehmen auf 4.905,- EUR.

Über die Bundesförderstellen FFG, Kommunalkredit, AWS und ÖHT konnten zusätzlich 30,7 Mio. EUR für Projekte von Kärntner Unternehmen gewonnen werden, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr (+ 1,7 %).

Das Gründungsgeschehen ist einer der zentralen Treiber der wirtschaftlichen und strukturellen Entwicklung einer Region. Seit 2009 weist Kärnten diesbezüglich einen durchwegs positiven Trend auf und konnte 2014 mit 2.613 Gründungen und einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 4,9 % den höchsten Wert aller Bundesländer aufweisen. Gründer und Jungunternehmer spielen im Förderportfolio des KWF eine bedeutende Rolle.

Erfreulich sind auch die Rückgänge bei den Insolvenzen (378 Fälle | -10%) und den damit verbundenen Passiva (303 Mio. EUR | - 5,6 %).

Das Jahr 2015 steht im Zeichen des Übergangs auf die neue EU-Förderperiode 2014-2020, einhergehend mit den neuen KWF-Förderprogrammen, die im Rahmen eines breit angelegten Stakeholder-Prozesses diskutiert, reflektiert und anhand von verschiedenen Fragestellungen bearbeitet wurden. Diese bieten eine breite Basis für die Unterstützung von Projekten Kärntner Unternehmen - von EPU**** über KMU bis hin zu großen Leitbetrieben. Eine der wesentlichen Zielgruppen des KWF sind F&E-treibende, technologieaffine Unternehmen, deren Anzahl und Qualifikation durch »Calls mit Wettbewerbscharakter« erhöht werden sollen. Unter dem Aspekt des konzentrierten und zielgerichteten Einsatzes von Fördermitteln wird es auch alternative, eigenkapitalähnliche Finanzierungsinstrumente (Stille Beteiligungen) geben. Der KWF übernimmt Entwicklungsfunktionen für den Standort zur Erhöhung der Standortqualität. Erfreulich ist auch, dass der im März 2015 seitens des Landes Kärnten verfügte Förderungszusagen- und Auszahlungsstopp nach der nunmehr erfolgten Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Kärnten und der OeBFA kürzlich aufgehoben wurde.

Weitere Informationen: www.kwf.at/2014

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* Förderbarwert = Volumen der nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse + Barwert für Darlehen (im Wege der Abzinsung ermittelter Gegenwartswert der Förderung)
**808 Netto-Arbeitsplätze (ohne Mehrfachförderungen) bzw. 952 Brutto-Arbeitsplätze (inklusive Mehrfachförderungen)
*** KMU: Dazu zählen Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (www.kwf.at/kmu)
**** EPU = Ein-Personen-Unternehmen

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