AK zu Mai-Inflation: Jetzt muss endlich die Mietrechtsreform drankommen!

Wien (OTS) - Die hohen Wohnkosten bereiten vielen Menschen, vor allem jungen, Kopfschmerzen. Bei den Mietpreisen ist keine Entspannung in Sicht: So sind die Mieten im Jahresvergleich fünfmal so stark wie die Gesamtinflation gestiegen. "Wer eine erste Wohnung sucht, braucht nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch einen guten finanziellen Polster", sagt AK Präsident Rudi Kaske. Die AK Wien hat im Mai eine Aktion für junges Wohnen gestartet. Aber es braucht auch dringend gesetzliche Regeln, um Wohnen leistbar zu machen. Daher erwartet sich die AK im Laufe des Sommers endlich Vorschläge für eine große Mietrechtsreform.

"Für die Steuersenkung setzte sich die Regierung einen Termin, ebenso für Bildungsreformen - das brauchen wir auch für die Mietrechtsreform", verlangt Kaske. Er erwartet sich im Laufe des Sommers Vorschläge von der Regierung für ein transparentes Miet-recht. Wohnen war ein Wahlkampfthema und daher braucht es auch für eine große Mietrechtsreform ein Zeitlimit. Konkret fordert die AK:

+ Mieten senken durch klare Mietobergrenzen für private Altbaumieten;

+ Befristungen abschaffen - sie sollen nur noch bei Eigenbedarf des Vermieters gelten, etwa für seine Kinder oder Enkel;
+ Betriebskosten senken: Grundsteuer und Versicherung müssen aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden - das muss der Vermieter zahlen;
+ Weg mit der Maklerprovisionen für MieterInnen: Diese sollen die VermieterInnen zahlen - so wie seit 1. Juni in Deutschland;
+ Klare Erhaltungsregeln für die VermieterInnen für die gesamte Wohnungsausstattung (wie Elektroleitungen oder Sanitäranlagen), nicht nur für die Heiztherme;

"Hohe Mieten, teure Maklerprovisionen, befristete Mietverhältnisse machen Wohnen teuer. Die erste eigene Wohnungssuche wirft auch viele Fragen auf. Die AK Wien hat daher eine Aktion für Junge gestartet und steht Jungen in Wien bei der ersten Wohnungssuche mit Rat und Tipps zur Seite. Es gibt drei neue AK Broschüren für die erste eigene Wohnungssuche. Außerdem hat die AK eine Service-Hotline (01) 501 65 5154 für junges Wohnen in Wien eingerichtet: Wer Fragen zum Mietzins, zu Betriebskosten, zur Maklerprovision oder zum Mietvertrag hat, ist bei der AK Hotline richtig.

SERVICE: Das AK Wien Broschüren-Package für Wiener AK Mitglieder "Alles zur Wohnungssuche", "Alles zu Mietverträgen", "Alles über Kosten und Beihilfen" gibt es tele-fonisch unter 01 310 00 10 511 oder per E-Mail: bestellservice@akwien.at. Die AK Service-Hotline für junges Wohnen ist von Montag bis Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr unter 01 501 65 5154 erreichbar. Weitere Infos gibt’s unter wien.arbeiterkammer.at/jungeswohnen

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Doris Strecker
(+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
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