Glatz: Pensionistenverband fordert: Wer den Makler bestellt, muss ihn zahlen!

Wohnen bleibt Preistreiber – PVÖ fordert: Schluss mit dem Mietpreis-Wucher, her mit einem einheitlichen Mietrecht

Wien (OTS) - "Mit 1 Prozent blieb die Teuerung in Österreich im Mai zwar gleich, Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht! Denn: Wohnen bleibt weiterhin einer der größten Preistreiber! Die Mieten sind unglaubliche 5 Prozent gestiegen! Dem muss endlich ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden! Also: Her mit einem einheitlichen, klaren Mietrecht, mit gesetzlichen Grenzen für Mieten und weg mit den Maklerprovisionen für Mieter. Denn die enorm hohen Maklerprovisionen - im Schnitt knapp 1.700 Euro - machen die Wohnungssuche immer mehr zum Luxus! Der PVÖ fordert daher, dass bei Maklergebühren künftig -wie in Deutschland - das Bestellerprinzip gilt. Wer den Makler beauftragt, soll ihn auch bezahlen! Und das ist in der Regel der Vermieter", fordert Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzsprecher des Pensionistenverbandes Österreichs. ****

"Die Kosten für Wohnen steigen in Österreich ins Uferlose! Horrend hohe Mieten, überteuerte, intransparente Nebenkosten und Gebühren und unverhältnismäßig hohe Maklergebühren. Tag für Tag erhalten wir im Pensionistenverband die Hilferufe von verzweifelten Pensionistinnen und Pensionisten. Viele wissen schon nicht mehr ob sie sich ihre Wohnung im nächsten Monat überhaupt noch leisten können oder wie sie bei einem Wohnungswechsel die Gebühren für den Makler aufbringen sollen!", kritisiert Dr. Glatz.

"Fakt ist: Der Makler arbeitet im Regelfall für den Vermieter. Er wird von ihm beauftragt, er vermittelt in seinem Sinn. Eine IFES-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2014 zeigt außerdem, dass die von einem Makler vermittelten privaten Mietwohnungen deutlich teurer sind, als jene, die von Privat zu Privat vergeben werden. Aus einem Altbaumietzins-Check der AK geht weiters hervor, dass der Mietzins von über Makler vermittelten Wohnungen um drei Viertel teurer sind als erlaubt - damit erhalten die Makler natürlich auch mehr Provision. Außerdem werden Wohnungsinteressenten häufig nicht vollständig und umfassend informiert, Makel werden verschwiegen um einen möglichst raschen Geschäftsabschluss zu erreichen", betonte Glatz.

Der Pensionistenverband Österreichs, die größte und mitgliederstärkste Seniorenorganisation Österreichs fordert daher, dass bei Maklerprovisionen künftig das Bestellerprinzip gilt. "In Deutschland gilt seit 1. Juni: Wer einen Makler beauftragt, der muss ihn auch bezahlen! Das ist fair, das muss auch in Österreich Gesetz werden!", so Glatz. Weiters fordert der Pensionistenverband:

  • Ein einheitliches Mietrecht - klar, einfach und transparent: wie im Koalitionsabkommen paktiert
  • Klare gesetzliche Begrenzung der Mieten
  • Ebenso klare Regeln für die Betriebskosten (durch u.a. Streichung der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog).
  • Mehr Wohnbauförderung für den sozialen Wohnbau
  • Die sofortige Umsetzung des Wohnbauprogramms

"Das einheitliche Mietrecht muss rasch kommen! Und es muss dem Mietpreis- und Gebührenwucher endlichen einen gesetzlichen Riegel vorschieben. Denn Wohnen ist ein Menschenrecht, kein Luxus! Wohnen muss leistbar werden und bleiben!", unterstreicht Glatz abschließend. (Schluss)

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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