JG zum neuen UrheberInnenrecht: Ein Schritt in die Zukunft, jedoch nicht im 21. Jahrhundert angekommen

Wichtige Forderungen der JG haben dennoch Niederschlag gefunden!

Wien (OTS) - "KünstlerInnen müssen von ihrer Kunst leben können - das steht für uns außer Frage. Dennoch darf bei der Diskussion über ein neues UrheberInnenrecht nicht auf die Rechte der KonsumentInnen vergessen werden", so Katharina Kucharowits, Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ und Julia Hinterseer-Pinter, stellvertretende JG Bundesvorsitzende, anlässlich des heute im Ministerrat verabschiedeten UrheberInnenrechts.****

Seit Jahren beschäftigt sich die JG mit dem Thema "UrheberInnenrecht neu". "Für uns stehen die Rechte von KünstlerInnen und UserInnen in keinem Widerspruch. Es ist für uns unverständlich, warum UserInnen durch eine neue Speichermedienabgabe auch für Speicherplatz für Urlaubsfotos zahlen müssen.", so Julia Hinterseer-Pinter weiter. "Gleichzeitig sollen die KünstlerInnen in einem UrheberInnenvertragsrecht gestärkt werden. Leider vermissen wir diese Positionen in dem neuen Vorschlag."

"Die Festplattenabgabe scheint zu kommen. Wesentlich ist hier, dass diese zwei Mal gedeckelt ist. Da die Festplattenabgabe ohnehin schon bei den Preisen aufgerechnet wurde, bleibt zudem abzuwarten, inwiefern die Novelle tatsächlich zu erhöhten Preisen führen wird.", ergänzt Kucharowits

Die JG konnte sich erfolgreich mit einigen Forderungen einbringen. "Eine Rückvergütung für KonsumentInnen soll ebenso umgesetzt werden wie keine Vergütung für kopiergeschütze Inhalte. Dass der Schaden -und nicht wie bisher zu befürchten die "Nutzung" - als Grundlage der Höhe fix im Gesetzestext verankert ist, ist sehr zu begrüßen. Auch eine höhere Transparenz bei der Verwertung der Festplattenabgabe ist ein Schritt in die richtige Richtung", erklärt Hinterseer-Pinter weiter.

"Das neue UrheberInnenrecht hat einen Schritt in die Zukunft gewagt, im 21. Jahrhundert ist es jedoch noch nicht angekommen. Die Junge Generation in der SPÖ wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die UserInnen nicht abgezockt werden und dass in Zukunft ein modernes UrheberInnenrecht, das sowohl KünstlerInnen als auch EndverbraucherInnen zufrieden stellt, möglich sein kann.", so Kucharowits weiter.

"Wir bleiben weiterhin der Garant dafür, dass in Österreich keine Abmahnwellen wie in Deutschland eintreten. Der Datenschutz hat eine höhere Priorität als das UrheberInnenrecht", so Kucharowits und Hinterseer-Pinter abschließend.

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