"Denker" aus Israel und Österreich gedenken

PhilosophInnen aus zwei Ländern besuchen die Gedenkstätte Mauthausen

Graz/Mauthausen (OTS) - Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen besuchte der Treffpunkt Philosophie - Neue Akropolis Österreich gemeinsam mit 35 Philosophinnen und Philosophen der israelischen Landesgruppe die Gedenkstätte in Mauthausen.

Der Besuch war Ausdruck des Engagements des Treffpunkt Philosophie -Neue Akropolis, die Gräuel und Verbrechen des Nazi-Regimes aufzuarbeiten und ihre Ursachen in der Tiefe zu verstehen. Damit soll einer Wiederholung oder ähnlichen Entwicklungen in der Zukunft vorgebeugt werden. Gemeinsam mit der 35-köpfigen Delegation von Neue Akropolis Israel einigte man sich in einem Dialog im Vorfeld, nicht als Israelis und Österreicher die Gedenkstätte zu besuchen, sondern als philosophische "Weltbürger", die nicht Gräben der Vergangenheit vertiefen, sondern sich aktiv gegen die Gräben in der Gegenwart und Zukunft stellen wollen.

Der Besuch der Gedenkstätte bildete den Höhepunkt des insgesamt 5-tägigen Programms. Die anderen Tage waren dem Gedankenaustausch und dem Austausch der israelischen und österreichischen Kultur gewidmet. Die Leiter der beiden Landesorganisationen, Hannes Weinelt aus Österreich und Pierre Poulain aus Israel betonten dabei einen der zentralen Grundsätze der internationalen Organisation Neue Akropolis, die derzeit in 64 Ländern tätig ist: "Eine internationale Brüderlichkeit ohne Unterschied von Nationalität, Geschlecht, sozialer Stand, etc. ist in Neue Akropolis kein utopischer Traum sondern gelebte Realität."

Der Treffpunkt Philosophie - Neue Akropolis bietet weltweit seit 1957 und in Österreich seit 1978 ein umfangreiches philosophisches Ausbildungsprogramm in Theorie und Praxis an, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem tieferen Verständnis anderer Kulturen, Toleranz und Respekt vor der Menschenwürde führt.

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Treffpunkt Philosophie - Neue Akropolis
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