Strache: FPÖ-Bundesparteivorstand bestätigt Ausschlüsse von Schnell und Doppler

Es gibt keine Parteispaltung – Schöppl: Salzburger FPÖ ist geschlossener denn je

Wien (OTS) - Der FPÖ-Bundesparteivorstand bestätigte heute die Parteiausschlüsse von Karl Schnell und Rupert Doppler. Ebenfalls aus der FPÖ ausgeschlossen wurden die Salzburger Landtagsabgeordneten Lukas Essl, Rosemarie Blattl, Ernst Rothenwänder, Nationalratsabgeordneter Gerhard Schmid und Bundesrat Dietmar Schmittner. Alle diesbezüglichen Beschlüsse erfolgten einstimmig, berichtete FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in einer Pressekonferenz, die er gemeinsam mit anderen Vorstandsmitgliedern -u.a. dem Salzburger FPÖ-Landesparteiobmann Andreas Schöppl - nach der Sitzung des Bundesparteivorstands abhielt.

Strache betonte, dass man sich diesen Schritt natürlich nicht leicht gemacht habe. "Aber unsere ausgestreckte Hand ist nicht nur zurückgewiesen, sondern regelrecht zurückgeschlagen worden." Strache verwies auch auf die Statuten der Salzburger Landespartei, wonach der Bundesparteivorstand für den Ausschluss von Mitgliedern der Bundesparteileitung zuständig ist.

Wie Strache betonte, gebe es keine Parteispaltung. "Die Salzburger FPÖ hat sich nicht abgespalten. Ganz im Gegenteil wurde die Salzburger FPÖ von einer abgehobenen, diktatorisch agierenden Führungsblase befreit. Und das bedeutet jetzt für die Salzburger FPÖ die Chance für einen Neubeginn, bei dem das gemeinsame Interesse im Vordergrund steht und nicht die emotionalen Befindlichkeiten einer realitätsblinden Ich-AG, zu der Karl Schnell leider geworden ist. Herr Schnell und seine Schleppenträger sollen ruhig eine neue Partei gründen, das tut uns nicht weh. Sollte er dafür allerdings tatsächlich das Wort "Freiheitlich" missbrauchen, werden wir selbstverständlich juristisch dagegen vorgehen", kündigte der freiheitliche Bundesparteiobmann an. Die Salzburger FPÖ stehe hinter der Bundespartei und nicht hinter Schnell, das habe schon der Parteitag der FPÖ der Stadt Salzburg letzten Donnerstag eindrucksvoll bewiesen. Es hätten sich ja auch bereits alle zehn Salzburger Vorfeldorganisationen zur FPÖ unter HC Strache bekannt und würden den freiheitlichen Weg in die Zukunft unterstützen. Strache bekräftigte auch sein Vorhaben, alle Salzburger Bezirksparteitage zu besuchen, die in den nächsten Wochen stattfinden. Am 13. Juli findet dann ein außerordentlicher Landesparteitag statt.

"Die FPÖ Salzburg ist geschlossener denn je. Schulter an Schulter werden wir - von den Funktionären und Mitgliedern in den Kommunen über die Vorfeldorganisationen bis hinauf zu Bundesparteiobmann HC Strache - beginnen, gemeinsam freiheitliche Politik für die Bürgerinnen und Bürger in Salzburg zu machen", betonte der FPÖ-Landesparteiobmann von Salzburg, Dr. Andreas Schöppl im weiteren Verlauf der Pressekonferenz. Mit den heutigen Ausschlüssen der sieben Salzburger Mandatare habe der Bundesparteivorstand den juristischen Schlussstrich unter das gesetzt, was diese schon längst durch ihr Verhalten und ihre Aussagen vollzogen hätten: " Wenn jemand mit einer eigenen Liste gegen die FPÖ antreten will, wenn dann auch noch die einzige Abgeordnete, die sich klar zur FPÖ bekennt, Marlies Steiner-Wieser, aus dem Landtagsklub ausgeschlossen wird ist klar:
Karl Schnell und die Seinen haben selbst schon längst den Schlussstrich unter ihre Mitgliedschaft in der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft gesetzt. Reisende soll man nicht aufhalten", so Schöppl.

Der neuen Schnell-Partei in ihrem Elfenbeinturm fehle es völlig an Rückhalt, ihr Wirkungskreis reiche nicht über den Chiemseehof hinaus. "Wir haben in den letzten Tagen einen enormen Zuspruch erhalten, die überwältigende Mehrheit der FPÖ-Mitglieder steht voll hinter dem Neustart", berichtete Schöppl. Zusätzlich wollen viele, die von der abgehobenen Funktionärsclique rund um Karl Schnell aus der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft vertrieben worden seien, nun zurückkehren. Jetzt gelte es die FPÖ aufzubauen und Strukturen zu schaffen: "Das sehe ich als meine Aufgabe, die ich mit Herzblut und Engagement erfüllen werde, um sie dann in jüngere Hände zu übergeben", so Schöppl. "Aus diesem Reinigungsprozess wird die FPÖ stärker und geschlossener als je zuvor hervorgehen. Dafür werden wir die Ärmel aufkrempeln", so Schöppl.

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