VSStÖ: Zugangsbeschränkungen fördern Eliten

Soziale Durchmischung beschränkter Studien drastisch gesunken

Wien (OTS) - Eine neue Studie der Arbeiterkammer (AK) zeigt, was der Verband Sozialistischer Student_innen schon seit Jahren prophezeit -Zugangsbeschränkungen begünstigen Akademiker_innenkinder. In der Humanmedizin zum Beispiel, betrug der Anteil der Studierenden aus Akademiker_innenhaushalten vor Einführung der Zugangsbeschränkungen knappt 40%, nach der Einführung stieg er rasant auf über 50% der Studierenden an. "Es kann nicht sein, dass Hochschulen durch soziale Selektion zu elitären Bildungseinrichtungen verkommen", zeigt sich Lucia Grabetz, Sozialsprecherin des Verband Sozialistischer Student_innen empört.

Die Behauptung, dass Zugangsbeschränkungen zu keinerlei sozialer Selektion führen, wurde in der vorliegenden Studie eindeutig widerlegt und hat sich schlichtweg als falsch erwiesen. Zusätzlich zur abschreckenden Wirkung von Aufnahmetests, kommen auch noch die zusätzlichen studienbezogenen Kosten, der Aufwand des Umzugs an den Studienort und der Einkommensausfall. "Der Einkommensausfall im Studium ist für eine Studierende aus einer Arbeiter_innenfamilien sicherlich relevanter, als für den Anwaltssohn aus Wien Döbling", so Grabetz weiter.

Die Studie bestätigt - die soziale Herkunft bestimmt immer noch den Zugang zu Bildung. Im Medizinstudium ist die soziale Durchmischung so schlecht wie sonst kaum. Für viele sind die teuren Vorbereitungskurse kaum leistbar. Für den VSStÖ ist klar - es braucht einen offenen Zugang mit aktiven Fördermaßnahmen. "Hochschulbildung sollte kein Mittel sein, soziale Ungerechtigkeiten weiter zu verstärken", so Grabetz abschließend.

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