Bundesjugendvertretung: Strafrechtsnovelle wichtiger Schritt für sexuelle Selbstbestimmung!

Die BJV begrüßt die Ausweitung der Tatbestände der sexuellen Belästigung und Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung und appelliert für bewusstseinsbildende Maßnahmen.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) zeigt sich erfreut über die Strafrechtsnovelle, die heute den Ministerrat passiert hat:
"Nachdem in zentralen frauenpolitischen Bereichen bereits wieder Rückschritte nach dem Erstentwurf drohten, freuen wir uns, dass die Ausweitung der Tatbestände der sexuellen Belästigung und die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung Teil der STGB-Novelle sind", so BJV-Vorsitzende Laura Schoch.

"Sexuelle, körperliche Belästigung ist eine Form der Gewalt. Leider wird Belästigung gegenüber Frauen immer noch von einem großen Teil der Gesellschaft toleriert und bagatellisiert. Das zeigt, wie wichtig eine strafrechtliche Verschärfung dieses Tatbestandes ist, erklärt Schoch.

Aus Sicht der BJV ist die Ausweitung des §218 sowie des §205a besonders zu begrüßen. "Es ist wichtig, belästigendes Verhalten, das durch ungewollte körperliche Annäherungen, Berührungen und Handlungen die Würde anderer verletzt, unter Strafe zu stellen. Mit dieser Gesetzesnovelle zeigt die Bundesregierung, dass sie sexuelle, körperliche Gewalt nicht länger toleriert. Das ist ein wichtiger Schritt", betont Schoch.

Die BJV erwartet sich von den gesetzlichen Änderungen eine Signalwirkung und fordert darüber hinaus Maßnahmen, um auch das gesellschaftliche Bewusstsein für Grenzüberschreitungen zu schärfen. "Gerade bei den Themen Körper und sexuelle Selbstbestimmtheit muss schon bei Kindern und Jugendlichen angesetzt werden, beispielsweise durch die schulische und außerschulische Jugendarbeit. Es braucht auf jeden Fall noch begleitende Maßnahmen, damit die Ziele der Strafrechtsnovelle auch direkt in der Gesellschaft ankommen", so Schoch abschließend.

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