Stöger: Übermüdung ist zentrale Ursache tödlicher Unfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen

Verkehrsminister präsentiert Kampagne für mehr Verkehrssicherheit „Mach mal Pause“

Wien (OTS/SK) - Jeder zweite Unfall auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ist eine Folge von Müdigkeit und Unachtsamkeit. "Wir wollen die Sensibilität der österreichischen Autofahrer erhöhen. Gerade in der Urlaubszeit ist Übermüdung ein zentrales Thema. Man will schnell am Urlaubsort sein und fährt viel zu lange, ohne Pause", sagte Verkehrsminister Alois Stöger bei der Präsentation der neuen Asfinag-Kampagne "Mach mal Pause" heute, Dienstag, im Verkehrsministerium. Österreich habe sich zum Ziel gesetzt, seine Autobahnen und Schnellstraßen zu den sichersten in Europa zu machen. Beim Ausbau der Straßen sei man bereits "sehr gut". Jetzt gehe es darum, "die Menschen mitzunehmen", zu informieren und aufzuklären, sagte Stöger.****

Umfragen der Asfinag ergaben, dass nur jede/jeder zehnte Autofahrer/in bei längeren Fahrten bewusst eine Pause einlegt. Je jünger die LenkerIn, desto höher die Bereitschaft "durchzufahren". Erst, wenn die Müdigkeit spürbar wird, lenkt ein Großteil in Richtung Rastplatz. Dabei gehören Übermüdung und/oder Unachtsamkeit zu den Hauptursachen für tödliche Unfälle. Zwar gehe die Zahl der Verkehrstoten auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen seit Jahren zurück, berichtete Stöger, doch allein in diesem Jahr verunglückten bereits 20 Menschen tödlich, bei der Hälfte spielte Übermüdung die zentrale Rolle. "Das ist zuviel. Doch wir können etwas dagegen tun", stellte Stöger klar.

Jeder zweite Euro, der über die Asfinag für Ausbau und Instandhaltung des Straßennetzes zur Verfügung gestellt wird, fließe in die Verbesserung der Verkehrssicherheit, "das sind rund 500 Mio. Euro jährlich", sagte der Minister. Zu diesen Maßnahmen gehören etwa der Bau zweiter Tunnelröhren und der weitere Bau von Rastplätzen genauso wie großangelegte Info-Kampagnen. In die neue Verkehrssicherheitskampagne investiert die Asfinag rund 600.000 Euro. 200 Plakate, ein Video und verschiedene Online-Aktivitäten sollen für das Thema Bewusstsein schaffen. Derzeit stehen AutofahrerInnen in Österreich insgesamt 132 Rastmöglichkeiten - im Durchschnitt eine alle 20 km - zur Verfügung. Die Asfinag wird ihre Rastplätze in den nächsten Jahren von 45 auf 55 ausbauen. Gemeinsam mit den 10 Betreibern bekannter Autobahnraststätten, welche die Kampagne unterstützen, wird über den Sommer ein "Gut ankommen"-Menü um 25 Prozent günstiger angeboten. Die Kampagne, die AutofahrerInnen u.a. Tipps gegen Müdigkeit am Steuer liefert, ist "ein ganz wichtiger Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit", betonte der Minister.(Schluss) sc/ve

Service: Alle Informationen zur Kampagne gibt es unter www.asfinag.at/machmalpause

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