• 16.06.2015, 14:31:56
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Uni-Zugang: uniko hat soziale Durchmischung im Blickfeld

Wien (OTS) - Der Tenor der heute präsentierten Studien der
Arbeiterkammer (AK), wonach Kinder von Eltern mit akademischem
Abschluss von der Einführung der Zugangsbeschränkungen an
Universitäten "profitiert" hätten, bedarf nach Ansicht der
Universitätenkonferenz (uniko) einer differenzierten und gründlichen
Betrachtung. Die kürzlich vom Bundesministerium für Wissenschaft,
Forschung und Wirtschaft (BMWFW) präsentierten Evaluierungen der
Zulassungsregelungen lassen den Schluss zu, dass sich im
Medizinstudium die Bildungsschicht aus Ärztinnen und Ärzten großteils
selbst reproduziert. Davon abgesehen seien aber derzeit aus den
Ergebnissen der genannten Evaluierungsberichte keine strukturellen
Auswirkungen auf die soziale Durchmischung erkennbar, betont
uniko-Präsident Heinrich Schmidinger.

Im Detail sind die Ergebnisse der AK-Studien, die ein
bildungspolitisch wichtiges Thema aufgreifen, noch anzusehen. Aus
allen Studien ergibt sich jedoch der Auftrag, die Aufnahmeverfahren
so auszurichten, dass ein höherer Anteil von Studierenden aus den
bildungsfernen Schichten an die Universitäten gelangt. Dasselbe gelte
auch für Berufstätige und ältere Studierende, ergänzt Schmidinger. Um
zu einem validen Befund zu kommen, müsste allerdings auch untersucht
werden, wie sich diese Gruppen in den Zahlen der Absolventinnen und
Absolventen abbilden.

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