Uni-Zugang: uniko hat soziale Durchmischung im Blickfeld

Wien (OTS) - Der Tenor der heute präsentierten Studien der Arbeiterkammer (AK), wonach Kinder von Eltern mit akademischem Abschluss von der Einführung der Zugangsbeschränkungen an Universitäten "profitiert" hätten, bedarf nach Ansicht der Universitätenkonferenz (uniko) einer differenzierten und gründlichen Betrachtung. Die kürzlich vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) präsentierten Evaluierungen der Zulassungsregelungen lassen den Schluss zu, dass sich im Medizinstudium die Bildungsschicht aus Ärztinnen und Ärzten großteils selbst reproduziert. Davon abgesehen seien aber derzeit aus den Ergebnissen der genannten Evaluierungsberichte keine strukturellen Auswirkungen auf die soziale Durchmischung erkennbar, betont uniko-Präsident Heinrich Schmidinger.

Im Detail sind die Ergebnisse der AK-Studien, die ein bildungspolitisch wichtiges Thema aufgreifen, noch anzusehen. Aus allen Studien ergibt sich jedoch der Auftrag, die Aufnahmeverfahren so auszurichten, dass ein höherer Anteil von Studierenden aus den bildungsfernen Schichten an die Universitäten gelangt. Dasselbe gelte auch für Berufstätige und ältere Studierende, ergänzt Schmidinger. Um zu einem validen Befund zu kommen, müsste allerdings auch untersucht werden, wie sich diese Gruppen in den Zahlen der Absolventinnen und Absolventen abbilden.

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