Bundesheer-Hubschrauber: Aerodynamisches Phänomen war Absturzursache

Wien (OTS) - Der Absturz eines Bundesheer-Hubschraubers vom Typ OH-58 am 17. Juni 2014 in Tirol wurde durch die fehlende Steuerungsfähigkeit des Heckrotors ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kam die Flugunfallkommission des Bundesheeres, die vor einem Jahr eingesetzt wurde.

Der Heckrotor konnte seine Aufgabe, den Hubschrauber zu stabilisieren, nicht mehr ausführen. Dieses Phänomen, als "loss of tail-rotor effectiveness" bekannt, wurde durch mehrere Faktoren verstärkt: Der Hubschrauber befand sich im Landeanflug, daher war die Flughöhe gering und die Geschwindigkeit niedrig. Der Absturz ereignete sich auf ca. 2.100 m Seehöhe und damit im oberen Höhenspektrum des Helikopters. Er war darüber hinaus bis zur erlaubten Gewichtsgrenze beladen und es herrschten ungünstige Windverhältnisse. Ein Absturz war unter diesen Bedingungen nicht zu vermeiden.
Das stellte die Flugunfallkommission, die u.a. aus Piloten, Flugsicherheitsoffizieren, einem Juristen, Mediziner, Flugtechniker, Meteorologen und Psychologen besteht, im mehreren Sitzungen fest.

Die schwer verletzte Pilotin ist wieder dienstfähig, der ebenfalls schwer verletzte Soldat befindet sich nach wie vor in Rehabilitation. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ist noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Der Bundesheer-Hubschrauber des Typs OH-58 war im Rahmen der Übung "Schutz 2014" in der Wattener Lizum in Tirol am 17. Juni 2014 abgestürzt. Dabei wurde ein Berufssoldat getötet, zwei weitere wurden schwer verletzt. Das Bundesheer gedenkt seines toten Kameraden.

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