Grüne Ottakring/Kovacs: Endlich wurden Zusatztafeln am Josef Weinheber Platz angebracht

Seit vielen Jahren haben die Ottakringer Grünen für einen reflektierteren Umgang mit der Nazivergangenheit gekämpft. Die Tafeln sind ein Anfang.

Wien (OTS) - "Die Auseinandersetzung mit der Person Weinheber beschäftigt mich seit Beginn meines politischen Engagements in Ottakring und brachte mir die volle Aufmerksamkeit der Neonaziseite 'alpen-donau-info' ein. Für mich war immer klar: einem Dichter, der Oden und Heldengedichte an Adolf Hitler verfasst hat, können wir im öffentlichen Raum nicht derart unreflektiert huldigen!" so Joachim Kovacs, Klubvorsitzender der Grünen Ottakring.

Anträge auf Umbenennung scheiterten bisher stets am Veto von rot, schwarz und blau. 2010 wurde schließlich der grüne Antrag auf Anbringung einer Zusatztafel angenommen.
Im rotgrünen Ottakring wurde somit ein erster Schritt zu einer ganzheitlicheren Betrachtung von Person und Werk des NS-Lyrikers Josef Weinheber getan.

"Die Grünen Ottakring treten dafür ein, dass einer Person, die schon 1931 Mitglied der NSDAP wurde, kein Raum zur denkmalerischen Ehrung gegeben werden sollte - völlig gleich welche dichterische Leistung sie auch erbracht haben mag. Doch nach der Ablehnung der Umbenennung des Josef-Weinheber-Platzes durch SPÖ, ÖVP und FPÖ ist die Anbringung der Zusatztafeln ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", so Kovacs abschließend.

Auch 60 Jahre nach Kriegsende ist die Auseinandersetzung mit dem Faschismus nicht zu Ende.

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