Strengere EU-Regelungen für Vermarktung von Biozidprodukten

WKÖ bringt neuen Info-Folder für betroffene Betriebe – rechtzeitige Vorbereitung hilft, Schwierigkeiten zu vermeiden

Wien (OTS) - Biozidprodukte dienen dazu, Schadorganismen für Mensch oder Tier abzuschrecken oder unschädlich zu machen. Für die Vermarktung dieser chemischen Produkte wird per 1. September 2015 eine neue EU-Regelung in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt muss jeder biozide Wirkstoff einer umfangreichen Registrierung bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA unterzogen werden. Liegt keine Registrierung vor, dann kann ein solcher Wirkstoff nicht mehr legal am europäischen Markt verkauft werden.

"Vor allem kleine Betriebe, die Biozidprodukte vermarkten, stellt das vor große Herausforderungen. Denn das Biozidrecht ist schon jetzt besonders aufwendig", so Marko Sušnik, Chemikalienexperte in der Wirtschaftskammer Österreich. Die WKÖ empfiehlt betroffenen Unternehmen zu prüfen, welche Produkte betroffen sind. In der Folge könnte es wichtig sein, mit dem eigenen Lieferanten Rücksprache über die zukünftige Verfügbarkeit von Wirkstoffen bzw. Biozidprodukten zu halten. Wenn ein Dossier erstellt werden muss, sollte man sich überlegen, woher man notwendige Testdaten bekommt und wieviel diese kosten, rät der WKÖ-Experte. Zu diesen und anderen Aspekten finden Unternehmen Hilfe bei ihrer zuständigen Fachorganisation.

Eine allgemeine Übersicht über das Biozidprodukterecht können sich Unternehmen in einem neuen Folder der Wirtschaftskammer Österreich verschaffen. Dieser soll als einleitende Hilfestellung zum praktischen Handeln dienen und eine erste rasche Orientierung ermöglichen. Der Folder ist hier verfügbar:
https://www.wko.at/Content.Node/Service/Umwelt-und-Energie/Chemie/Bio
zide/Vermarktung-von-Biozidprodukten.html
(PWK443/PM)

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragen: Dr. Marko Sušnik,
Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik,
Wirtschaftskammer Österreich
marko.susnik@wko.at
+43 (0)5 90 900-4393

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