Grüne Kärnten: Druck aus laufender Asyl-Diskussion nehmen

Landessprecherin Mitsche fordert Ende von „Asylstopp“ und Hetze

Klagenfurt (OTS) - Die Landessprecherin der Grünen Kärnten, Marion Mitsche, fordert, dass AsylwerberInnen ohne Wenn und Aber gemäß dem internationalen Recht aufzunehmen und unterzubringen sind. Sie kritisiert: "Vielerorts werden Ängste geschürt, weil zwei Drittel der AsylwerberInnen Männer sind. Das ist aber deswegen der Fall, weil die Flucht großteils sehr gefährlich und entbehrungsreich verläuft und es bisher bei einem positiven Asylbescheid des Papa eine relativ sichere und wesentlich weniger strapaziöse Nachreisemöglichkeit für seine Familie gab."

Man möge in Hinblick auf den gestrigen Vatertag das Asylthema aus dem Blick der betroffenen Väter betrachten, die nach dem populistischen "Asylstopp" der Innenministerin fürchten müssen, dass nun auch ihre Frauen und Kinder auf den lebensgefährlichen Fluchtweg ins sichere Europa gezwungen würden - oder zum Verharren im kriegsnahen Gebiet. "Das Recht auf Familie ist ebenfalls ein Menschenrecht", betont Mitsche, " und jeder Vater wünscht sich für seine Kinder eine Zukunftsperspektive. Auch, wenn die Familie durch Krieg alles verloren hat."

Die Asylanträge seien unverzüglich wieder zu bearbeiten, fordert Mitsche: "Wenn das Innenministerium rasch und kompetent entscheiden würde, ob ein Asylrecht gewährt werde, dann würde dies viel Druck aus der laufenden Diskussion nehmen. Auch bei negativem Bescheid sei es besser, dies den Betreffenden rasch mitzuteilen, damit sie nicht unnötig in Ungewissheit verharren."

Mitsche ruft auch zu einer faktenbasierten statt verhetzender Berichterstattung in den Medien auf: "Die UserInnen von Facebook und anderen Social-Media-Diensten müssen sich bewusst sein, dass zahlreiche inhaltlich falsche Botschaften im Umlauf sind und dass sie sich beim Teilen derselben an der Hetze beteiligen." Gleichzeitig bedankt sich die Landessprecherin der Grünen bei den vielen Initiativen, Vereinen und Privatpersonen, die sich ungeachtet aller Hindernisse, die nun sogar von höchster staatlicher Stelle kommen, für eine korrekte Unterbringung und Integration der AsylwerberInnen in Österreich einsetzen.

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