NEOS: Hundstorfer will bei Arbeitsmarktzugang vorsätzlich gegen EU-Recht verstoßen

Gerald Loacker: "Arbeitsmarktzugang für Asylwerber gibt diesen Menschen langfristige Chancen auf Arbeit"

Wien (OTS) - "Sozialminister Hundstorfer kündigte heute an, dass es keinen Arbeitsmarktzugang für Asylwerber in absehbarer Zeit geben wird. Damit will der Minister vorsätzlich gegen EU-Recht verstoßen", kritisiert NEOS-Arbeitsmarktsprecher Gerald Loacker die Ankündigung von Hundstrofer. "Österreich hat noch bis 20. Juli Zeit eine EU-Richtlinie umzusetzen, die einen effektiven Arbeitsmarktzugang für Asylwerber nach neun Monaten Aufenthalt vorsieht. Hier absichtlich auf dem Rücken der Betroffenen zuzuwarten ist zynisch. Die Angst vor der FPÖ zeigt sich immer mehr in den Forderungen der Regierung", so Loacker.

"Die Begründung des Ministers, dass er zuerst die anerkannten Flüchtlinge am Arbeitsmarkt vermitteln will, verkennt die Problematik. Anerkannte Flüchtlinge haben große Probleme am Arbeitsmarkt integriert zu werden. Dies liegt aber daran, dass sie jahrelang zu Inaktivität gezwungen sind. Wenn man langfristig keine Beschäftigung hat, führt dies zu Dequalifzierung", zeigt Loacker auf. Und weiter: "Die Situation ist vergleichbar mit Langzeitarbeitslosen:
Je länger eine Person erwerbslos ist, desto schwieriger ist es einen Job zu finden. Wenn wir den Arbeitsmarkt nach neun Monaten öffnen, geben wir den zukünftigen anerkannten Flüchtlingen auch tatsächlich Chancen sich am Arbeitsmarkt zu integrieren."

Auch NEOS-Menschenrechtssprecher Nikolaus Scherak ist von den Aussagen des Ministers enttäuscht: "Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, diesen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und damit auch diese Menschen arbeiten zu lassen."

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