Khol: Seniorenbund freut sich über 81.722 Neugeborene 2014!

Anstieg der Geburtenrate um drei Prozent erfreulich. Österreich zum familienfreundlichsten Land machen, statt „Unterjüngung“ zu beklagen!

Wien (OTS) - Zu den aktuellen Daten der Geburtenraten in Österreich hält Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, heute fest:

"Ich freue mich im Namen des Seniorenbundes über 81.722 Neugeborene 2014 und den damit verbundenen Anstieg der Geburtenrate Österreichs um drei Prozent. Wir als Großeltern freuen uns, wenn die Zahl der Enkel- und Urenkelkinder deutlich steigt und unterstützten die Jungfamilien auch mit Zeit und Geld wo wir nur können. So gehen jährlich 3,18 Milliarden Euro an Geldleistungen von den Groß- und Urgroßeltern an Kinder, Enkel und Urenkel. Hinzu kommen noch die von 70 Prozent der Senioren erbrachten Sachleistungen an die Jüngeren, insbesondere in Form von Zeit für Kinderbetreuung und Haushalt. Österreich muss in den kommenden Jahren seinen Weg zum familienfreundlichsten Land weiter gehen - dann können die diversen Expertinnen und Experten auch endlich aufhören, die "Unterjüngung" unserer Gesellschaft (Anm.: gemeint ist Relation Jung und Alt in der Bevölkerung, von vielen fälschlich als "Überalterung" bezeichnet) zu beklagen!"

Pensionssplitting als "opting out" und für alle seit 1955 Geborenen öffnen

Khol abschließend: "Wir haben auch im gesetzlichen Bereich schon vieles getan, um die Entscheidung zur Familiengründung zu unterstützten. Hier sei nur an die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes 2002 und dessen spätere Ausweitung und Flexibilisierung erinnert. Hinzu kommt die wichtige - in Europa einzigartige - großzügige Anrechnung der Kindererziehungszeiten auf die Pension für die Zeit der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen, die Pflegegeld ab Stufe drei Beziehen. Hier geht es noch um einen gesetzlichen Lückenschluss, damit Frauen, die ab 1955 geboren sind, auch die Anrechnung der Verdienstjahre vor 2005 auf die Erreichung der so genannten "Wartefrist", zur Erreichung der fünfzehn Mindestversicherungsjahre, erfolgt. Zudem muss das Teilen von Pensionskontogutschriften deutlich erleichtert werden. Das Pensionssplitting muss daher zum einen für Familien geöffnet werden, deren Kinder vor 2005 geboren sind. Zum anderen soll das Pensionssplitting statt dem heutigen "opting in" ein "opting out" werden: Pensionszeiten werden für die Zeit der Kindererziehung automatisch geteilt, wer das nicht möchte muss eine entsprechende Erklärung absetzen. Neben den direkten Maßnahmen für noch stärkere Familienpolitik ist dies einer der wichtigen Punkte zur Stärkung von Österreichs Familien!"

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Walpitscheker, stv. Generalsekretärin, Tel.: 0650-581-78-82, swalpitscheker@seniorenbund.at, www.seniorenbund.at

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