ATV Österreich Trend, Teil 2: FPÖ-Wähler sehen bei Integrationsthemen größere Probleme als die Gesamtwählerschaft

Meinungsforscher Hajek: „Zeltstädte und politisches Hickhack zeigen Wirkung“

Wien (OTS) - Die Einstellung der Bevölkerung zum Thema Integration geht aus der jüngsten Umfrage von Meinungsforscher Peter Hajek im Auftrag von ATV hervor. Dieser zufolge sei Asyl das bestimmende Thema im Bereich Integration. Hajek: "Medienberichte über Flüchtlingsströme und Zeltstädte sowie das politische Hickhack bei der Unterbringung der Asylwerber zeigen ihre Wirkung: Asyl und illegale Einwanderung bestimmenden derzeit die Diskussion im Bereich Integration." Vor allem niedrige Bildungsschichten und Über-50-Jährige würden in diesem Bereich Probleme orten. Klassische Integrationsthemen wie die "normale" Zuwanderung aus dem Ausland, Lohn-Dumping durch ausländische Arbeitskräfte oder Auswirkungen der Zuwanderung auf das Sozialsystem stehen weniger stark im Fokus.

Illegale Einwanderung und Schlepperei: 61% sehr großes Problem, 27% eher großes Problem, 10% eher geringes Problem, 2% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Flüchtlinge und Aslywerber: 42% sehr großes Problem, 31% eher großes Problem, 19% eher geringes Problem, 7% gar kein Problem, 1% weiß nicht, k.A.
Einbruchskriminalität: 43% sehr großes Problem, 27% eher großes Problem, 26% eher geringes Problem, 3% gar kein Problem, 1% weiß nicht, k.A.
Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache: 33% sehr großes Problem, 36% eher großes Problem, 21% eher geringes Problem, 9% gar kein Problem, 1% weiß nicht, k.A.
Lohn-Dumping durch ausländische Arbeitskräfte: 35% sehr großes Problem, 31% eher großes Problem, 25% eher geringes Problem, 7% gar kein Problem, 3% weiß nicht, k.A.
Belastung des Sozialsystems durch Migranten: 34% sehr großes Problem, 32% eher großes Problem, 25% eher geringes Problem, 8% gar kein Problem, 2% weiß nicht, k.A.
Zuwanderung aus dem Ausland: 35% sehr großes Problem, 29% eher großes Problem, 24% eher geringes Problem, 11% gar kein Problem, 1% weiß nicht, k.A.
Bettelei: 36% sehr großes Problem, 25% eher großes Problem, 27% eher geringes Problem, 10% gar kein Problem, 1% weiß nicht, k.A. Islamismus: 33% sehr großes Problem, 24% eher großes Problem, 26% eher geringes Problem, 13% gar kein Problem, 4% weiß nicht, k.A. Religionsgemeinschaft Islam: 26% sehr großes Problem, 23% eher großes Problem, 32% eher geringes Problem, 17% gar kein Problem, 2% weiß nicht, k.A.
Tragen von Kopftüchern im öffentlichen Raum: 13% sehr großes Problem, 18% eher großes Problem, 29% eher geringes Problem, 39% gar kein Problem, 1% weiß nicht, k.A.

Ein anderes Bild zeigt sich jedoch, wenn man nur die Gruppe der FPÖ-WählerInnen betrachtet. Hier werden nicht nur sämtliche Themen deutlich stärker als Problem wahrgenommen, sondern auch die Schwerpunkte sind andere. So sehen FPÖ-Wähler die Belastung des Sozialsystems durch Migranten sowie die Zuwanderung unabhängig vom Thema Asyl deutlich stärker im Fokus. "Auch das Thema Einbruchskriminalität, das häufig mit "Ostbanden" in Verbindung gebracht wird, stößt unter FPÖ-Wählern auf deutlich stärkere Resonanz", so Hajek.

Illegale Einwanderung und Schlepperei: 79% sehr großes Problem, 15% eher großes Problem, 3% eher geringes Problem, 2% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Belastung des Sozialsystems durch Migranten: 57% sehr großes Problem, 33% eher großes Problem, 6% eher geringes Problem, 3% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Einbruchskriminalität: 68% sehr großes Problem, 21% eher großes Problem, 10% eher geringes Problem, 1% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Flüchtlinge und Aslywerber: 58% sehr großes Problem, 30% eher großes Problem, 10% eher geringes Problem, 1% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Zuwanderung aus dem Ausland: 64% sehr großes Problem, 23% eher großes Problem, 12% eher geringes Problem, 1% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Lohn-Dumping durch ausländische Arbeitskräfte: 51% sehr großes Problem, 34% eher großes Problem, 14% eher geringes Problem, 1% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache: 44% sehr großes Problem, 40% eher großes Problem, 16% eher geringes Problem, 0% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Bettelei: 59% sehr großes Problem, 22% eher großes Problem, 15% eher geringes Problem, 2% gar kein Problem, 2% weiß nicht, k.A. Islamismus: 53% sehr großes Problem, 28% eher großes Problem, 14% eher geringes Problem, 4% gar kein Problem, 2% weiß nicht, k.A. Religionsgemeinschaft Islam: 52% sehr großes Problem, 22% eher großes Problem, 19% eher geringes Problem, 7% gar kein Problem, 0% weiß nicht, k.A.
Tragen von Kopftüchern im öffentlichen Raum: 23% sehr großes Problem, 28% eher großes Problem, 29% eher geringes Problem, 18% gar kein Problem, 2% weiß nicht, k.A.

Der "ATV Österreich Trend" ist eine vierteljährliche Meinungsumfrage, bei der 500 wahlberechtigte ÖsterreicherInnen zu politischen und wirtschaftlichen Themen befragt werden. Die Umfrage wird von Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführt und soll dazu dienen, aktuelle Meinungen zu erfassen und Trends abzulesen. Der "ATV Österreich Trend" wird seit Jänner 2009 erstellt.

Nähere Information in "ATV Aktuell" um 19.20 Uhr und um 20.05 Uhr bei ATV bzw. auf http://atv.at/oesterreichtrend

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