ÖAMTC-Generalversammlung: Fahrzeug-Daten der Konsumenten schützen (+Foto)

Club macht sich mit Resolution für seine 2 Mio. Mitglieder stark und fordert klar abgesicherte Konsumenten-Rechte

Wien (OTS) - Am Donnerstag, 11. Juni, hat die 68. Generalversammlung des ÖAMTC stattgefunden. ÖAMTC-Präsident Werner Kraus begrüßte die Anwesenden: "Heute blicken wir gemeinsam auf eine erfolgreiche Bilanz 2014. Der ÖAMTC ist aber auch für die Zukunft gut aufgestellt: 2015 erreichen wir die zwei Millionen-Mitglieder-Marke." Die diesjährige Generalversammlung war außerdem insbesondere vom Thema Fahrzeug-Daten geprägt. Gemeinsam wurde dazu eine Resolution verabschiedet: "Die Generalversammlung des ÖAMTC fordert, dass jeder Fahrzeughalter die Kontrolle über die Daten haben muss, die von seinem Fahrzeug elektronisch generiert, gespeichert oder verarbeitet werden", fasst ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold zusammen. Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass der Konsument frei entscheiden kann, wem er welche Daten zu welchem Zweck zur Verfügung stellt. "Nur so ist es möglich, dass die Nothilfekette, wie wir sie kennen und wie sie heute funktioniert, erhalten bleibt", mahnte Schmerold.

Im Interesse der Mitglieder

In ihrer Rolle als Konsumentenschützer und Interessenvertreter haben die Juristen Wirtschaftsexperten, Techniker, Psychologen und Unfallforscher des ÖAMTC im Vorjahr insgesamt 68 Stellungnahmen und Begutachtungen zu Entwürfen von Gesetzen oder Verordnungen veröffentlicht. Ein wesentliches Thema im Jahr 2014 waren auch die Fahrzeug-Daten: Spätestens mit der verpflichtenden Ausstattung neuer Fahrzeuge mit dem Notrufsystem "e-Call" ab 2018 werden Autos in der Lage sein, Daten zu versenden. "Wer über diese Daten verfügen darf, das sollte nur der Konsument selbst entscheiden. Die ÖAMTC-Generalversammlung fordert deshalb im Namen von mittlerweile zwei Millionen Mitgliedern, dass Einschränkungen des Kontrollrechts über die eigenen Daten per Gesetz ausgeschlossen werden", erläutert Schmerold. Nur so kann der Konsument die Weitergabe von Fahrzeugdaten an Dritte verhindern. Auch eine Beendigung der Daten-Übermittlung an Berechtigte durch den Konsumenten muss zu jeder Zeit möglich sein. Und die Inanspruchnahme bestimmter Service-Pakete (Musik, Verkehrsinfos, etc.) darf nicht von der Zustimmung zur Übermittlung von Daten abhängig gemacht werden.

Erfolgreiche Nothilfebilanz

Der Club garantiert seinen zwei Millionen Mitgliedern hundertprozentige Mobilität rund um die Uhr. "100 Prozent Mobilität steht für eine ganze Nothilfekette - diese beginnt beim Anruf unter der Nothilfenummer 120 und schließt sich mit der Pannenhilfe oder dem Abschleppdienst, dem zur Verfügung gestellten Clubmobil und allen weiteren Hilfemaßnahmen des Clubs, von der Rechtsberatung bis zum Heimtransport", erläuterte ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold. Im Jahr 2014 wurden an 111 Stützpunkten in Österreich und sechs mobilen Prüfstellen beinahe 653.000 stationäre Pannenhilfen geleistet. Diese werden seit Mai 2015 an drei Standorten in Niederösterreich und Oberösterreich in einem Pilotversuch übrigens auch für Elektro-Fahrzeuge angeboten. Zu den stationären kommen noch rund 652.000 weitere mobile Pannenhilfen sowie fast 204.000 Abschleppungen im Jahr 2014 hinzu. Für eine flächendeckende notärztliche Versorgung aus der Luft sorgt die ÖAMTC-Flugrettung. Von den 16 Standorten aus sind die Notarzthubschrauber zu rund 17.000 Einsätzen abgehoben. Mehr als 66 Prozent der Mitglieder können auf die Soforthilfe des Clubs in ganz Europa zählen, denn sie verfügen über einen Schutzbrief. Unter der Nothilfenummer 120 gingen im Jahr 2014 fast 1,2 Mio. Anrufe ein.

Die Präventionsmaßnahmen des Clubs für mehr Sicherheit im Verkehr sind vielseitig. So bieten bspw. die Fahrtechnik Zentren sowohl für Fahranfänger als auch routinierte Verkehrsteilnehmer eine praxisorientierte Ausbildung an. Rund 115.000 Teilnehmer nutzen 2014 dieses Sicherheitsplus. Für Kinder ab 5 Jahren hat der ÖAMTC altersgerechte Verkehrserziehungsprogramme entwickelt, rund 98.000 nahmen im Vorjahr daran teil.

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