Deloitte weist Vorwürfe aus Hypo U-Ausschuss auf das Schärfste zurück

Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage

Wien (OTS) - Zu den in der heutigen Sitzung des im Hypo-Untersuchungsausschuss durch den Abgeordneten Werner Kogler erhobenen Vorwürfen in Zusammenhang mit der Mandatsvergabe an Deloitte halten wir fest, dass Deloitte diese Vorwürfe auf das Schärfste zurückweist.

Die Vergabe für den Prüfungsauftrag für die Hypo Alpe Adria Bank an Deloitte Österreich erfolgte auf Basis eines Ausschreibungsverfahrens. Deloitte Österreich erhielt den Zuschlag, da es als Bestbieter aus dem Ausschreibungsprozess hervorging, an dem sich alle namhaften Wirtschaftsprüfungsunternehmen Österreichs beteiligt hatten. Hintergrund der Bestellung von Deloitte Österreich als Bankprüfer war der Umstand, dass die Hypo Alpe Adria Bank auf Grund des damals geplanten Börsengangs ein Testat einer international angesehenen Prüfungsgesellschaft benötigte, um die Glaubwürdigkeit bei potentiellen Investoren zu erhöhen. Deloitte verfügt als international tätiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen über die entsprechende Erfahrung sowie Präsenz in den relevanten Märkten in Zentral- und Osteuropa. Deshalb wurde Deloitte ab 2004 als Co-Prüfer des langjährigen Abschlussprüfers Confida bestellt. Deloitte wurde von Seiten des Vorstandes und Teilen des Aufsichtsrats als unbequem sowie als "notwendiges Übel" bestenfalls in Kauf genommen.

Die Aussage, dass Dr. Gottfried Spitzer im Gegenzug für die Bestellung Gefälligkeitsgutachten erstellt hätte, ist unwahr. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Dr. Spitzer war jener verantwortliche Bankprüfer, der nach der Swap-Affäre die Zurückziehung des Bestätigungsvermerks durch Deloitte - gegen den heftigen Widerstand des Vorstandsvorsitzenden der Bank, Dr. Wolfgang Kulterer, und des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Moser - veranlasste. Dies führte letztendlich auch zu einem Ausscheiden der Confida als Bankprüfer, was sicher nicht im Interesse von Dr. Karl-Heinz Moser, ehemaliger Partner der Confida, stand. Außerdem kam es zwischen Deloitte und dem Management der Bank zu schweren Verwerfungen. Die Bank sprach gegen Deloitte sogar ein Hausverbot aus. Als Konsequenz der SWAP-Verluste sowie des Testat-Rückzugs leitete die FMA ein Geschäftsleiter-Qualifizierungsverfahren gegen den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Bank, Dr. Wolfgang Kulterer, ein. Dieser trat bekanntlich vor dem Ende des FMA-Verfahrens im September 2006 als Vorstand zurück.

Weiters ist die Behauptung, dass Dr. Gottfried Spitzer ein Vertrauter des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Moser war, schlicht unwahr und entbehrt jeglicher Grundlage. Dr. Spitzer hatte zu Dr. Moser vor der Bestellung von Deloitte als Bankprüfer überhaupt keinen Kontakt. Der Versuch eine Verbindung zwischen Dr. Spitzer und Dr. Moser vor der Übernahme des Prüfungsmandats herzustellen, ist völlig aus der Luft gegriffen. Darüber hinaus war Dr. Moser zum Zeitpunkt der Vergabe des Prüfungsauftrages an Deloitte noch gar nicht Aufsichtsratsvorsitzender der Bank, sondern erst ab 2005.

Deloitte Österreich sowie Dr. Gottfried Spitzer weisen daher diese haltlosen und rufschädigenden Unterstellungen sowie die Vorgehensweise in diesem Zusammenhang auf das Schärfste zurück und werden gegen alle unwahren Behauptungen wenn nötig auch mit rechtlichen Schritten vorgehen.

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Mag. Harald Breit
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