Vienna Pride: "Made in Pride" und "Sichtbar 2015"

Jubiläumsjahr: 5 Jahre Pride Village, 20. Regenbogenparade

Wien (OTS) - Das Pride Village feiert heuer sein 5. Jubiläum und die Regenbogenparade wird zum 20. Mal stattfinden, das Interesse an der heutigen Pressekonferenz war entsprechend groß. Über die geplanten Aktivitäten und Neuigkeiten im Zusammenhang mit Vienna Pride 2015 informierten VertreterInnen der Vereine CSD Vienna, Ewa Dziedzic und der HOSI Wien, Christian Högl. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Stadträtin Sandra Frauenberger gingen auf die Schwerpunkte der LSBT-Arbeit der Stadt Wien ein. Im Anschluss wurden traditionell die Regenbogenfahnen am Wiener Rathaus gehisst.

Österreichs größter LSBT-Event bündelt einmal im Jahr im Frühsommer rund um den Christopher Street Day alle Kräfte der Wiener Community. Dadurch gelingt es, ein buntes und vielfältiges Programm in Österreichs Hauptstadt anzubieten. Die zentralen Punkte von Vienna Pride werden auch heuer wieder die Regenbogenparade am 20. Juni 2015 auf der Wiener Ringstraße und das Pride Village von 16. bis 20. Juni 2015 am Rathausplatz sein. Gefeiert wird 2015 gleich im Doppelpack:
Heuer begeht die Regenbogenparade ihr zwanzigstes und das Pride Village sein fünftes Jubiläum. Die Pride-Woche ist der definitive Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Wiener LSBT-Community und das zieht auch immer mehr BesucherInnen aus den Bundesländern und internationale TouristInnen in die Stadt. Damit wird Vienna Pride auch als Wirtschaftsfaktor von Jahr zu Jahr bedeutender für die Stadt, die sich dabei von ihrer weltoffenen und modernen Seite zeigt.

"Hintergrund für die Aktivitäten rund um die Vienna Pride ist die Tatsache, dass - auch wenn in Österreich die Rahmenbedingungen für ein diskriminierungsfreies Leben für LSBT-Personen weitgehend gegeben sind - gesetzliche Ungleichbehandlungen erst Schritt für Schritt durch Gerichtsurteile beseitigt werden. Diskriminierungen im Alltag sind so nach wie vor ein Zeichen dafür, dass es nicht nur dringend einen Diskriminierungsschutz auch außerhalb des Arbeitsmarktes braucht - sondern auch weitere Schritte wie die Beseitigung der bestehenden Ungleichgbehandlungen im Partnerschaftsgesetz und die Öffnung der Ehe. Und dazu braucht es eine selbstbewusste Community, die mit der Politik kommuniziert, damit sich Menschen abseits ihrer sexuellen Orientierung und Identität in Wien und ganz Österreich "vor nichts fürchten müssen". Im Pride Village bieten wir deshalb Vereinen, Organisationen, Firmen und Einzelpersonen eine Plattform, sich und ihre Arbeit in einem gemeinsamen Rahmen der Öffentlichkeit vorzustellen. Dazu sind natürlich auch BesucherInnen, die sich nicht der Community zurechnen, herzlich eingeladen - kurz: das Pride Village soll ein Ort sein, an dem jede/r willkommen ist, der/die eine offene und tolerante Stadt schätzt", so die Vereinssprecherin des CSD Vienna, Ewa Dziedzic.

Was 2011 als ein Pilotprojekt mit ein paar Liegestühlen am Naschmarkt begann, erreicht heuer am Rathausplatz eine beachtliche Größe: So wird es bei 1575 m2 überdachter Fläche 47 Zelte, drei Beach Areas, 19 Gastronomiestände sowie Informationstände von über 25 Organisationen aus der LGBT-Community geben. Die offizielle Eröffnung findet kommenden Dienstag, den 16. Juni um 19:30 Uhr statt, wobei das Pride Village am Rathausplatz traditionell bereits ab 11:00 Uhr geöffnet hat. Die Parade, die heuer zum 13. Mal in Folge von der HOSI Wien organisiert wird, startet am Samstag, dem 20. Juni auf Höhe des Rathausplatzes, wo ab 11:00 Uhr im Pride Village das Warm-up vonstattengeht. Die Gruppen sammeln sich ab 13:00 Uhr und um 14:00 Uhr wird der Paradenzug entgegen der Fahrtrichtung starten und sich über Parlament, Oper, Stubenring, Urania, Schwedenplatz, Franz-Josefs-Kai, Börse und Universität zurück zum Rathausplatz bewegen.

"Seit nun 20 Jahren ist die Regenbogenparade ein sichtbares, lebendiges Zeichen für eine weltoffene Stadt. In den letzten Jahren ist am Weg zur Gleichstellung einiges weitergegangen, trotzdem haben wir noch viel vor uns. Die ÖVP beweist sich immer wieder als Partei der Verhinderer, zuletzt hat sie etwa dafür gesorgt, dass es keine Ausweitung des Diskriminierungsschutzes gibt. Wir wollen das so genannte "Levelling up", damit sich Lesben, Schwule und Transgender rechtlich gegen Diskriminierung wehren können. Und wir wollen, dass die Ehe allen offen steht, die heiraten wollen", so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Christian Högl, Obmann der HOSI Wien zeigt sich erfreut: "Wir dachten nie, dass dieser Event immer noch wachsen kann, aber die Anmeldungen und TeilnehmerInnen-Zahlen sprechen für sich: Wien braucht Vienna Pride und die Parade, und diese brauchen wiederum die Stadt Wien, um weiterhin für mehr Rechte und Akzeptanz zu werben. 'Sichtbar 2015' - unter diesem Slogan wird die Jubiläumsparade mit einer Rekordzahl an angemeldeten Beiträgen mehr als 100.000 Menschen auf die Straße locken, um aktiv für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender- und intersexuellen Personen zu demonstrieren bzw. sich solidarisch mit den Anliegen der Bewegung zu zeigen."

"Das Motto der 20. Regenbogenparade "Sichtbar" wird bei der Stadt Wien auf unterschiedlichste Art und Weise umgesetzt. Einerseits werden heuer erstmals mehrere Magistratsabteilungen mit einem Infostand am Pride Village die Stadt repräsentieren, das wieder im Herzen Wiens stattfindet. Andererseits haben in unserem neuen Buch "Mein lesbisches Wien" vielfältige Autorinnen lesbisches Leben beschrieben und damit Frauengeschichte sichtbar gemacht. Denn egal ob lesbisch, schwul, hetero, bi, inter oder trans - Wien steht hinter dir", so die Wiener Frauen- und Antidiskriminierungsstadträtin Sandra Frauenberger, die bei der Pressekonferenz auch verkündet hat, dass "Mein lesbisches Wien" auf www.frauen.wien.at bestellt werden kann.

Alle Informationen auf www.viennapride.at, www.regenbogenparade.at und www.queer.wien.at

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter www.wien.at/pressebilder abrufbar. (Schluss)

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Mediensprecher Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou
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E-Mail: dominik.krejsa@wien.gv.at

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