Premiere für Vienna Biennale

Ausstellungen gibt es viele, aber bisher keine die Kunst, Design und Architektur vereint. Von 11. Juni bis 4. Oktober ist dieses Kunststück nun weltweit erstmals in Wien zu sehen.

Wien (OTS) - Die Vienna Biennale verbindet Kunst, Design und Architektur und wird heute, Donnerstagabend eröffnet und zwar um 18 Uhr in der Säulenhalle des MAK - Museum Angewandte Kunst, um 20 Uhr in der Universität für angewandte Kunst Wien, um 21 Uhr im Architekturzentrum Wien, um 21.30 Uhr in der Kunsthalle Wien. Im MAK zeigen VertreterInnen dieser Sparten unter dem Motto "Ideas of Change" welche kreativen Ideen und Wege es für einen positiven Wandel in der Gesellschaft aus ihrer Sicht gibt. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung und ihr Einfluss auf unseren Alltag.

"Wir leben in einer neuen Moderne in der enorme Wachstums- und Schnelligkeitskurven zu gewaltigen Änderungen in der Gesellschaft führen", sagte Christoph Thun-Hohenstein, Direktor des MAK und Leiter der Vienna Biennale, bei der heutigen Eröffnungspressekonferenz. Neben damit verbundenen Gefahren würden vielmehr Erneuerungsprozesse entstehen, die in den Bereichen Kunst, Design und Architektur bereits begonnen hätten. Für Thun-Hohenstein sei klar, dass die digitale Moderne die Weichen für die Zukunft stelle. Dennoch verwies er auf ein "altes Wiener Motto: Künstlerinnen und Künstlern auf Augenhöhe zu begegnen, um Urbanes weiter zu entwickeln". Das habe ihn zur Idee der Vienna Biennale geführt.

Kulturminister Josef Ostermayer fand Gefallen an dieser Idee und ortete Denkanstöße für zukünftige ökologische und wirtschaftliche Lösungen. "Allein beim Rumänienschwerpunkt zeigt sich die Bürde und gleichzeitig der Nutzen von Technik am Beispiel der industriellen Revolution", sagte er nach einem Rundgang durch die Ausstellung "Mapping Bucharest: Art, Memory and Revolution 1916-2016", die sich im MAK bis 4. Oktober der rumänischen Kunstszene widmet.

Wiener Wohnbau - für eine bessere Welt

Das Ziel ist hochgesteckt, möchte die Vienna Biennale doch die Welt zum Besseren verändern. Mit Blick auf den Wiener Wohnbau habe das Architekturzentrum Wien (Az W) sieben ausgewählte Architekturbüros aus ganz Europa eingeladen, sich davon inspirieren zu lassen. Ihre internationale Sicht auf den Wiener Wohnbau zeige sich in Vorschlägen "für eine neue Typologie des städtischen europäischen Hauses", sagte Az W-Direktor und Kurator Dietmar Steiner. "aspern International" entstand in Zusammenarbeit mit der für das Stadtentwicklungsgebiet Aspern Seestadt zuständigen Wien 3420 Aspern Development AG. Und zumindest eines der eingereichten Projekte soll realisiert werden. Beim Symposium am 20. Juni werden die Modelle im Az W (Halle F3, 7., Museumsplatz 1) im MuseumsQuartier vor Publikum einer Jury vorgestellt. Mehr Informationen: www.azw.at

Smart Life in the City

In der MAK-Ausstellungshalle werden in Orwell´scher Verdrehung von 2015 bei "2051 Smart Life in the City" die Umkehrung negativer Utopien gezeigt. Zentrales Beispiel ist "Hypotopia - Die Milliardenstadt", ein Stadtmodell, das man mit dem Rettungsgeld für die Hypo Bank hätte bauen können und das Studierende der Technischen Universität Wien bereits im vorigen Herbst auf dem Wiener Karlsplatz präsentierten. Dieser Gedanke prägt diese Ausstellung, die vom MAK und departure, dem Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien organisiert wurde. Utopisch sieht auch der mit Kameras übersäte Anzug eines der DemonstratorInnen aus, die unter anderem beim Open Day am Samstag, dem 13. Juni, von 17 bis 21 Uhr, den künftigen Wandel näher bringen werden.

App und Kompendium als Ergänzung

Die Vienna Biennale 2015 bietet zusätzlich Veranstaltungen, Symposien, Workshops und Gespräche sowie Parallelprojekte in Partnerinstitutionen. Im dazu erschienenen Guide (9,90 Euro) sind alle Projekte dargestellt, erhältlich im Mak (1., Weiskirchnerstraße 3). Die App "Ideas for Change" steht zum kostenlosen Download und Mitmachen bereit.

Mehr Informationen: www.viennabiennale.org

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